Jetzt oder nie: Angela Merkel pocht auf Finanztransaktionssteuer

19.01.2012

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nikolas Sarkozy sind sich einig - die Finanztransaktionssteuer soll kommen. Doch sie müssen noch Überzeugungsarbeit leisten - der britische Premier Cameron sträubt sich. Aber es geht auch ohne ihn und auch ohne den Koalitionspartner FDP.

Angela Merkel und der britische Premier David Cameron finden bei dem Thema Finanztransaktionssteuer nicht zueinander. Foto: © Johannes Simon/dapd

Die Finanztransaktionssteuer auf Finanzgeschäfte und Börsenspekulationen soll durchgeboxt werden – die Bundeskanzlerin Angela Merkel plant einen Alleingang ohne ihren Koalitionspartner, die FDP. Die stemmt sich scheinbar machtlos gegen die Pläne der Kanzlerin.

Merkel verfolgt ihr Ziel – auch ohne FDP

Finanzjournalist und Betreiber des «finblog».Andreas KunzeFinanzjournalist und Betreiber des «finblog».

 

Angela Merkel hat schon gemeinsam mit dem französischen Präsidenten Nikolas Sarkozy ein Papier vorbereitet, dass die deutsch-französische Unterstützung für die Pläne der EU-Kommission zusichert. Falls sich Großbritannien weigern sollte, sähe es auch die Option vor, die Steuer nur in der Euro-Zone einzuführen. Dass das gelingt, davon ist der Finanzjournalist Andreas Kunze noch nicht überzeugt:

Es würde mich auch nicht so groß wundern, wenn jetzt erneut der Vorschlag im Sande verläuft. (Andreas Kunze)

Ob die vielbeschworene Steuer jetzt kommt und ob sie das Allheilmittel für die Garantie einer stabilen europäischen Finanzpolitik ist, ffragen wir den Finanzjournalisten und Betreiber des Finanzportals finblog.de Andreas Kunze.

Es wär ein ziemlicher Imageverlust für Merkel, aber auch für Sarkozy wenn sie jetzt damit scheitern würden. (Andreas Kunze)