Karriere | Lügen im Bewerbungsgespräch

02.10.2012

In Bewerbungsgesprächen wollen Arbeitgeber viel vom Kandidaten erfahren. Doch nicht alle Fragen sind zulässig. Die dürfen vom Bewerber falsch beantwortet werden. Doch wo darf man bewusst lügen?

Im Bewerbungsgespräch muss der Kandidat nicht auf alles antworten, was er gefragt wird. Foto: © Jens-Ulrich Koch / dapd

Dass in einem Bewerbungsgespräch viele Fragen gestellt werden, ist jedem Bewerber von vornherein bewusst. Doch nicht immer sind alle Fragen zulässig und müssen vom Kandidaten beantwortet werden. Denn im Arbeitsrecht ist eine Gleichstellung aller Personen vorgesehen.

Das gilt nicht nur während des Arbeitsverhältnisses, sondern auch bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern. Kein Bewerber darf beispielsweise aufgrund seines Geschlechts, der Herkunft oder religiösen Überzeugung benachteiligt werden. Fragen, die darauf abzielen, sind daher in einem Bewerbungsgespräch nicht rechtens.

sagt, dass man auch mal schwindeln darf.Susanne Meuniersagt, dass man auch mal schwindeln darf. 

Fragen nach der Privats- oder Intimssphäre sind unzulässig, zum Beispiel eine Frage nach einem Kinderwunsch oder einer beabsichtigten Heirat. – Susanne Meunier

Auf diese Fragen darf der Bewerber sogar lügen. Kommt nach dem Bewerbungsgespräch ein Arbeitsverhältnis zustande, so kann dieses vom Arbeitgeber nicht angefochten werden. Trotzdem ist die Situation, in der der Arbeitgeber unzulässig fragt, erstmal unangenehm.

Susanne Meunier ist Autorin und schreibt zu Arbeits- und Karrierethemen. Im Interview gibt sie Tipps, wie Bewerber in solchen Situationen reagieren können.