Karte der Woche | Schuldenfrei nach der Euro-Einführung: Europas vertane Chance

Wieso Deutschland 2029 schuldenfrei sein könnte - und es nicht wird

29.02.2016

Als der Euro eingeführt wurde, sanken für alle Euro-Länder die Zinsen. Die Folge: sie mussten auf ihre Schulden weniger Zinslast zahlen. Mit dem gesparten Geld hätte Deutschland in 29 Jahren, Italien sogar in 12 Jahren schuldenfrei werden können, zeigt unsere Karte der Woche.

Die schwarze Null. Nichts erfreut den Bundesfinanzminister so sehr, wie ein – zumindest auf dem Papier – ausgeglichener Haushalt. So könne er die Staatschulden nach und nach abtragen, argumentiert Wolfgang Schäuble immer wieder.

Dabei könnte Deutschland längst auf dem besten Weg sein, all seine Schulden loszuwerden. Bis 2029. Zumindest,wenn wir die Euroeinführung 1999 richtig genutzt hätten. Das lernen wir dieses Woche in unserer Serie „Karte der Woche“.

Schuldenfrei Dank Euro – die vertane Chance

Der Grund ist ein einfacher: als der Euro eingeführt wurde, sanken die Zinsen, die die Euro-Mitgliedsstaaten auf ihre Schulden zu zahlen hatten. Und das teils ganz enorm. Mit anderen Worten: die Euro-Mitglieder hatten unter dem Strich etwas übrig. Geld, das man hätte nutzen können, um Schulden abzuzahlen. Theoretisch…

Was stattdessen geschah, darüber sprechen wir mit Jan Koernert. Er ist Professor für Internationales Finanzmanagement/Internationale Kapitalmärkte an der Uni Greifswald – und hat für das Katapult Magazin für Kartografik und Sozialwissenschaften einen Gastbeitrag zum Thema verfasst.


Die „Karte der Woche“ und „Zahlen, bitte!“
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