Krim-Konflikt lässt Börsianer zittern

17.03.2014

Die Krim-Bewohner wurden vor die Wahl gestellt: Wollen sie zur Ukraine, oder zu Russland gehören? Nach einem Referendum zeigt sich: ein Großteil der Bevölkerung möchte sich Russland anschließen. Aber ist das Ergebnis aussagekräftig - und was sind die Folgen?

Keiner weiß wie es weiter geht und das verunsichert die Anleger an der Wall Street und anderen Börsen. Foto: dflorian1980 | Flickr.com | Lizenz: CC BY-SA 2.0

Mit fast 97 Prozent  gibt es beim Krim-Referendum ein scheinbar klares Ergebnis für Russland. Viele haben die Wahlen jedoch boykottiert und wehren sich gegen einen Anschluss an das große Nachbarland. Somit ist die politische Lage auf der Halbinsel auch nach der Abstimmung unklar.

Goldpreise sind durch den Konflikt bereits gestiegen

meint, dass es noch sehr unklar ist wie sich die Krise auf die Finanzmärkte auswirken wird.Michael Schrödermeint, dass es noch sehr unklar ist wie sich die Krise auf die Finanzmärkte auswirken wird. 

Doch nicht nur politisch sind die Geschehnisse brisant: Nicht nur die Bewohner der Halbinsel, sowie die Politiker, warten gespannt auf die weitere Entwicklung des Konflikts, auch die Börsianer interessieren sich für die Situation auf der Krim. Der Goldpreis ist aufgrund des Konflikts in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Zudem blicken viele besonders gespannt auf die Gaspreise und sind verunsichert.

Wie sehr die Krise die Finanzmärkte schon bewegt hat und wie sich die Lage an den Börsen weiter entwickeln könnte, das haben wir Michael Schröder gefragt. Er leitet den Forschungsbereich „Internationale Finanzmärkte und Finanzmanagement“ am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim und ist außerplanmäßiger Professor an der Frankfurt School of Finance & Management.

Es ist schon sehr viel Unsicherheit in den Märkten. Aber ob das eine große Krise vorwegnimmt oder ob es einfach nur ein Anstieg der Risikoscheue ist, das lässt sich schwer sagen. – Michael Schröder