Kritik an privaten Krankenkassen: hohe Prämien für wenig Leistung?

12.06.2012

Undurchsichtige Tarife und ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis: Eine neue Studie kratzt am "Privilegierten"-Image der privaten Krankenkassen. Aufwind für die gesetzliche Krankenversicherung?

Arzttermin vergessen? Die Bundesärztekammer fordert: Wer nicht kommt, soll zahlen. Foto: © Daniel Maurer/dapd

hat über europäische Gesundheitspolitik promoviert.Dr. Rafael Bauschkehat über europäische Gesundheitspolitik promoviert. 

Vor ein paar Jahren noch galten die privaten Krankenkassen als das Non plus ultra, als beste Lösung für alle, die es sich leisten konnten: Die Privaten versprachen mehr Leistung als die gesetzlichen Kassen, eine bessere Versorgung und kürzere Wartezeiten.

Doch das scheint inzwischen anders zu sein. Denn laut einer Studie des Kieler Gesundheitsökonomen Thomas Drabinski sind die Privatkassen längst nicht so gut wie ihr Image.

Die Mehrheit der Privaten bietet demnach ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis und undurchsichtigere Tarife als die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Wie gut sind also die privaten Versicherungen wirklich und wie schaffen es die Gesetzlichen, anscheinend bessere Leistung zu bringen und gleichzeitig auch noch gewaltige Überschüsse zu erwirtschaften?

Fragen, über die wir mit Rafael Bauschke gesprochen haben. Er arbeitet am Institut für Politische Wissenschaft an der Universität Heidelberg:


Liegt das Problem wirklich in der mangelnden Transparenz des Angebotes oder sind es eher die Kunden, die ausschließlich auf die Preisversprechen schauen? – Rafael Bauschke