Kulturförderung durch Crowdfunding – Ein Modell der Zukunft?

27.11.2012

In Frankreich sind mehrere Projekte des staatlichen Kulturministeriums durch Crowdfunding finanziert wurden. Auch in Deutschland klagen viele Kultureinrichtungen über klamme Kassen. Wäre das eine alternative Finanzierungsvariante?

Kultur ist ein hohes Gut. Doch würden die Menschen in Deutschland auch durch Crowdfunding zu ihrem Erhalt beitragen? Foto: © Kamil Zihnioglu/dapd

Die Finanz- und Wirtschaftskrise reißt vielen Staaten ein großes Loch in ihren Haushalt. Also müssen die Regierungen den Rotstift ansetzen und sparen, wo es geht.

Kulturwissenschaftler an der Europa-Univeristät Viadrina in Frankfurt/Oder.Lorenz PöllmanKulturwissenschaftler an der Europa-Univeristät Viadrina in Frankfurt/Oder. 

Ungewöhnliche Idee

In Deutschland wurden die Mittel von Kulturstaatsminister Bernd Neumann zwar um 100 Millionen Euro erhöht, aber im Vergleich zu unseren Nachbarländern stellt das eine Besonderheit dar. In Frankreich wurde der Etat des Kulturministeriums so stark gekürzt, dass die Behörde nun zu einer ungewöhnlichen Finanzierungmethode gegriffen hat.

Überraschender Erfolg

Mit Hilfe einer Crowdfunding-Aktion sollen in der französischen Republik vier Projekte realisiert werden. Bereits nach wenigen Tagen war die nötige Summe für zwei der Restaurierungsarbeiten erreicht. Ein Erfolg, den so niemand erwartet hatte.

Wie die Kulturförderung in Deutschland aussieht und ob so ein Modell auch bei uns denkbar wäre, darüber haben wir uns mit Lorenz Pöllmann unterhalten. Er ist Kulturwissenschaftler an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.