Play
Die Kuh darf gemolken werden: Die EU hat die Milchquote gekippt. Foto: Kuh Panorama CC BY-SA 2.0 | C_Pichler | Flickr.com

Landwirtschaft | Das Ende der Milchquote

Das Land, wo Milch und Honig fließt?

Nach über drei Jahrzehnten wird die Milchquote abgeschafft: Landwirte dürfen ab 1. April soviel melken, wie sie wollen. Der Milchbedarf in Europa sank aber zuletzt.

Milchquote = Planwirtschaft in Europa?

Sie ist einmal eingeführt worden, um sogenannte „Milchseen“ und „Butterberge“ zu vermeiden: Die Milchquote sollte 1984 die Überproduktion an Milch in der Europäischen Gemeinschaft (EG) stoppen. Jedes Land durfte danach nur eine bestimmte Menge an Milch produzieren. Wer die zulässige Quote überschritt, musste Strafe zahlen. Drei Jahrzehnte lang herrschte Planwirtschaft für Europas Landwirte. In dieser Woche  (1. April 2015) soll die Regel nun fallen.

In den kommenden Wochen kann mit einem Ansteigen des Milchpreises gerechnet werden, prognostiziert Ludwig Börger, Leiter des Milchreferats vom Deutschen Bauernverband.

Auf der Suche nach neuen Märkten

Während kleinere Betriebe fürchten, auf dem freien Markt nicht mehr mithalten zu können, begrüßt der Deutsche Bauernverband das Ende der Quote. Die Landwirte hätten positiv auf die Liberalisierung des Milchmarktes reagiert. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter befürchtet jedoch eine Milchschwemme durch den Wegfall der Quote und damit einen Preisverfall. Die vergangenen Jahre stagnierte der Milchbedarf der EU – und so müssen Landwirte nach neuen Märkten Ausschau halten. Künftig soll die Milch verstärkt in Schwellenländer mit wachsender Mittelschicht, etwa nach China, exportiert werden.

detektor.fm-Moderatorin Maj-Britt Schweigler hat mit Ludwig Börger über das Ende der Milchquote gesprochen. Er ist Leiter des Milchreferats beim Deutschen Bauernverband.

Ludwig Börger - leitet das Milchreferat beim Deutschen Bauernverband.

leitet das Milchreferat beim Deutschen Bauernverband.
Wir sehen uns mit unseren Produkten in Richtung China gut aufgestellt.Ludwig Börger

Redaktion: Theresa Eisele