Lebensmittelhilfen der EU sollen abgeschafft werden

22.09.2011

Seit 1987 versorgt die EU Bedürftige mit Lebensmitteln. Das Geld dafür kommt aus dem gemeinsamen Agrarhaushalt. Das sollte aber nicht so sein, findet Michael Goldmann - und spricht sich für eine Abschaffung des EU-Programms aus.

In Brüssel diskutierten die Landwirtschaftsminister der Europäischen Union über die EU-Lebensmittelhilfen.Foto: Wikipedia/ © JLogan.

MdB und Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.Michael GoldmannMdB und Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. 

Das EU-Programm zur Versorgung von Bedürftigen mit Lebensmitteln gibt es seit 1987. Es kauft mit Geld aus dem EU-Agrarhaushalt Produktionsüberschüsse auf und verteilt diese an Menschen, die sich keine Lebensmittel leisten können. Derzeit werden so rund 15 Millionen Menschen aus den EU-Staaten unterstützt.

Am Dienstag hat nun in Brüssel ein Treffen der EU-Landwirtschaftsminister stattgefunden, bei dem sich Deutschland wiederholt gegen dieses Programm ausgesprochen hat. Die Deutschen blockieren zusammen mit fünf anderen Ländern die Auszahlung entsprechender Gelder an das EU-Programm.

Warum man die Lebensmittelhilfe nicht unterstützen will und für mögliche Folgen entstehen, darüber sprechen wir mit Michael Goldmann. Er ist Bundestagsabgeordneter der FDP und Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.