Maximaler Profit, minimale Moral? – Was Banker von der Bibel lernen können

28.12.2009

Banken und Kirchen gelten vielen als ungleiches Paar - doch auch die Bibel hat etwas zur aktuellen Finanzkrise zu sagen. Ein Gespräch mit dem Theologen Frank Crüsemann.

Wenn von der Finanzkrise gesprochen wird, wird oft mangelnde Moral beklagt. „Islamic Banking“, also das Betreiben von Bankgeschäften nach islamischem Recht, gilt hier als Alternative. Denn der Koran verbietet unter anderem überhöhte Zinsen und den Handel mit Schuldscheinen – und manche Experten glauben, wenn sich der Bankensektor hieran orientiert hätte, wäre es nicht zu der globalen Finanzkrise gekommen.

Das »Zinsverbot« steht auch in der Bibel.© Uwe Duwald (pixelio)Das »Zinsverbot« steht auch in der Bibel. 

Stellt sich also die Frage, wie es sich mit Banken im christlichen Kulturraum verhält. Wäre das alles anders gekommen, wenn die sich an die Bibel gehalten hätten? Einer, der das wissen könnte, ist der Theologieprofessor Frank Crüsemann. Er hat an der Kirchlichen Hochschule gelehrt und ist Mitherausgeber der Bibel in gerechter Sprache, ist insofern vermutlich sehr bibelfest, und wir haben ihn gefragt: was gibt die Bibel unseren Bankern denn mit auf den Weg?