“Megaupload” – Hat die gesperrte Seite wirklich Einfluss auf Kinoumsätze?

26.11.2012

Beeinflusst die Abschaltung der Filesharing-Seite "Megaupload" den Umsatz an den Kinokassen? Eine neue Studie untersucht den Zusammenhang - mit interessanten Ergebnissen. Wir fragen einen der Autoren.

“Megaupload”-Gründer Kim Schmitz wird sich vermutlich im kommenden Jahr für seine Filesharing-Seite vor Gericht verantworten müssen. Foto: © Maurizio Gambarini/dapd

Megaupload“ ist eine der bekanntesten Filesharing-Seiten im Internet gewesen. Am 19. Januar 2012 wurde die Seite allerdings gesperrt und ihr Betreiber, der Deutsche Kim Schmitz, in Neuseeland festgenommen.

Internet-Piraterie zwingend negativ?

Anscheinend ein großer Schlag gegen die Internet-Piraterie – beklagt sich die Musik- und Filmindustrie doch schon seit Jahren über den hohen Schaden, der durch illegale Downloads hervorgerufen wird.

wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität und Mitautor der StudieChristian Peukertwissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ludwig-Maximilians-Universität und Mitautor der Studie 

Doch es gibt auch Studien, die genau das Gegenteil zeigen – und den digitalen Tauschbörsen einen wichtigen Werbe- und Marketingeffekt nachsagen.

Studie mit überraschenden Ergebnissen

Nun wurde von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und der Copenhagen Business School eine neue Untersuchung veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen der Abschaltung von „Megaupload“ und den Kinoumsätzen erforscht hat. Wie ist das also genau: hat „Megaupload“ für mehr Umsätze an den Kinokassen gesorgt?

Christian Peukert, Co-Autor der Studie, erklärt die Ergebnisse im Interview.

Es ist eine sehr hart geführte Diskussion. (Christian Peukert)