Millionenbetrug auf Kosten von HIV-Patienten in Afrika

25.02.2011

Es gibt immer jemanden, der vom Unglück anderer profitiert. Aktuelles Beispiel: Pharmagroßhändler aus Deutschland machen enorme Gewinne durch illegalen Handeln mit subventionierten HIV-Medikamenten, die für Afrika bestimmt waren.

Rund 600 Milliarden Euro Umsatz macht die Pharmaindustrie jedes Jahr. / © Thomas Lohnes (ddp)

Wieder einmal ermitteln Staatsanwälte gegen die Pharmaindustrie, doch diesmal steht deren Großhandel im Fokus. Nach über einem Jahr der Spurensuche durch das Bundeskriminalamt, wurde nun Anzeige gegen mehre deutsche Großhändler für pharmazeutische Produkte erstattet. Sie sollen illegal mit  subventionierten Medikamenten gehandelt haben

Diese Medikamente, die für Afrika bestimmt war und dort dafür sorgen sollten die Aids Ausbreitung zu vermindern, wurden über Umwege nach Deutschland zurück geschleust. Hier wurden sie dann für einen extrem hohen Preis in Apotheken angeboten. Die Staatsanwaltschaft rechnet mit einem Gewinn von mehreren Millionen für die angeklagten Großhändler.

Über den aktuellen Stand der Ermittlungen berichtet Rüdiger Meienburg, leitender Oberstaatsanwalt aus Flensburg – im detektor.fm-Interview.