Mindestlohn in Bangladesch: Das Ende der Ausbeutung?

04.12.2013

Die Herstellung In Bangladesh, China oder Indonesien sorgt dafür, dass große Discounter hierzulande billige Kleidung verkaufen können. Doch zu welchem Preis? Lohn und Arbeitssituation der Näherinnen sind oft miserabel. Kann ein Mindestlohn in Bangladesh die prekäre Situation vor Ort verbessern?

Geht es nach der Bundesregierung, soll die Textilindustrie in Bangladesch in Zukunft sozialer und ökologischer werden. Foto: © ILO Photos flickr.com

Gisela Burckhardtglaubt nicht an Verbesserungen durch den Mindestlohn.  

Die Angebote sind verführerisch: T-Shirts für 2€ oder Hosen für 5€. Diese Schnäppchen haben jedoch ihren Preis, denn wer bei Discountern günstig Kleidung kauft, der finanziert oft ein ausbeuterisches System.

In Bangladesch produzieren Billigarbeiter diese extrem preisgünstigen T-Shirts und Hosen unter miserablen Bedingungen. Das ist im April diesen Jahres sehr deutlich geworden als eine Nähfabrik in Sabhar einstürzte. Über tausend Menschen hat der Schutt des Gebäudes unter sich begraben.

Kann ein Mindestlohn die Ausbeutung beenden?

Nun hat die Premierministerin von Bangladesch einen Mindestlohn für die Arbeiter in Nähfabriken festgelegt. Aber hilft der wirklich im Kampf gegen Armut und schlechte Arbeitsbedingungen? Darüber haben wir mit Gisela Burckhardt von Femnet gesprochen. Der Verein setzt sich für feministische Perspektiven auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein.