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Aleksandar Malivuk / Shutterstock
Bild: Aleksandar Malivuk | Shutterstock

Mission Energiewende | Die Kuh und das Klima

Wie kann die Milchviehwirtschaft Emissionen reduzieren?

Traktor, Melkmaschine und Kühlung – wo entstehen in der Milchviehwirtschaft Emissionen und wie können sie reduziert werden?

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Eine Kooperation mit dem Klimaschutz-Unternehmen LichtBlick

Klimabilanz: Milch

Im Durchschnitt produziert eine Kuh 27 Liter Milch pro Tag. Dafür braucht sie mehr als 50 Kilogramm Futter und etwa 80 Liter Wasser. Nach Angaben des “Bundesinformationszentrums Landwirtschaft” kommt jede Milchkuh so auf etwa 8.250 Liter Milch im Jahr. Und daraus könnte man wiederum 1.800 Päckchen Butter machen. Im Vergleich steht Butter sogar auf Platz zwei in Sachen negativer Klimabilanz.

Insgesamt ist die Landwirtschaft für rund sieben Prozent der Emissionen in Deutschland verantwortlich. Aber wo entstehen die eigentlich? Dirk Kalthaus hat einen Milchviehbetrieb in Nordrhein-Westfalen. Dort versorgt er 120 Milchkühe mit entsprechender Nachzucht. Emissionen entstehen da auf dem Feld, denn der Traktor fährt mit Diesel, beim Melken und beim Kühlen der Milch, erzählt er im Podcast: 

Wir müssen die Milch kühlen, die wird alle zwei Tage abgeholt, und dieser große Tank ist ja wie ein Kühlschrank. Dort wird viel Energie verbraucht, wenn wir die Milch von quasi Körpertemperatur auf vier Grad runterkühlen müssen.

Dirk Kalthaus, Milchhviehalter in Nordrhein-Westfalen

Dirk Kalthaus, Milchhviehalter in Nordrhein-Westfalen Foto: WLV e.V.

Wenn die Kuh pupst

Emissionen entstehen aber auch bei biologischen Prozessen: nämlich wenn die Kuh rülpst und pupst. Bei dem Verdauungsprozess entsteht Methan und das wiederum ist schädlicher für das Klima als Kohlenstoffdioxid. Auf 100 Jahre berechnet wirkt Methan 28 mal stärker auf das Klima als CO2, dafür ist es aber schneller wieder aus der Atmosphäre verschwunden als CO2.

Laut Zahlen des Umweltbundesamtes stammt mehr als die Hälfte aller Methanemissionen in Deutschland aus der Landwirtschaft. Wie kann man die reduzieren? Bei Landwirt Kalthaus wird die Gülle – also das, was aus den Ausscheidungen der Kuh entsteht – zunächst unter den Kühen im Stall gesammelt und dann bodennah ausgebracht. Bei dieser Technik geht es darum, die Gülle so nah am Boden auf das Feld zu bringen, wie es geht, sodass weniger Emissionen in die Luft gesprüht werden. Und dafür gibt es auch gesetzliche Vorgaben.

Ab 2025 ist es Standard in der Landwirtschaft, also hat sich die Landwirtschaft da auch schon erheblich weiterbewegt.

Dirk Kalthaus

Dieser Dünger spiele für die Lebensmittelproduktion generell eine wichtige Rolle, so Prof. Dr. Johannes Holzner und Carsten Hümmer von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Gülle ist deswegen ein elementarer Teil eines Kreislaufes in der Landwirtschaft, bei dem die beiden großes Einsparpotenzial sehen.

Jede Ausgasung ist ein doppelter Verlust. Es ist für uns nicht mehr nutzbar, und es schadet dementsprechend dem Klima.

Carsten Hümmer, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Carsten Hümmer, Hochschule Weihenstephan-TriesdorfFoto: privat

Welche Emissionen entstehen in der Milchviehwirtschaft und wo können sie eingespart werden? Darum geht es in dieser Folge von „Mission Energiewende“ mit detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew und Sara-Marie Plekat. Einblicke ins Thema geben Prof. Dr. Johannes Holzner und Carsten Hümmer von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Dort schauen sich die beiden an, wie man die CO2-Emissionen in der Milchproduktion in Baden-Württemberg reduzieren kann. Und vor welchen Herausforderungen Milchkuhhalterinnen und -halter stehen, darüber spricht Landwirt Dirk Kalthaus aus Nordrhein-Westfalen.

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