Neuer Mobilfunkstandard: “Joyn” soll die SMS ablösen

31.08.2012

Das Zeitalter der SMS nähert sich seinem Ende. Anwendungen wie WhatsApp, Skype oder iMessage galten bereits als SMS-Sargnagel. Auf der IFA bewerben die Telekom und Vodafone nun einen weiteren möglichen Nachfolger: Joyn.

Regiert gerüchteweise zwar ganz gern mit SMS, wird allein aber auch nicht genügen, um SMS am Leben zu halten: Angela Merkel. / © Axel Schmidt (dapd)

Seit 1992 gibt es die SMS, kurz für „Short Message Service“ – und jahrelang war sie das Mittel der mobilen Kommunikation in Textform. Seitdem Datentarife auf Handys erschwinglich sind, gibt es alternative Angebote zur SMS: sie heißen WhatsApp, Skype oder iMessage – und kosten, da sie den Datentarif nutzen, in der Regel nichts oder nur sehr wenig.

Wer diese Anwendungen über das mobile Internet nutzt, muss folglich nicht mehr pro SMS zahlen. Die Folge: Telekommunikationsfirmen nehmen kaum noch Geld mit SMS ein.

Telekom und Vodafone versuchen deshalb, mit einer neuen Anwendung den Markt der Textkommunikation auf Handys zurückzuerobern. Der neue Standard heißt Joyn.

Was Joyn kann und ob es das Potential hat, die SMS, WhatsApp und seine Kollegen hinter sich zu lassen, beantwortet uns Jens Gutsche. Er ist Professor für Marketing und E-Commerce an der Hochschule Merseburg.