Monsanto vs. Schmeiser: Von Genraps und Pollenflug

06.04.2011

Auf den Feldern der kanadischen Farmer Percy und Louise Schmeiser wuchs eines Tages genmanipulierter Raps - Schuld war der Pollenflug. Bald darauf klagte der Saatgut-Konzern Monsanto wegen Patentverletzung.

Seit den 90er Jahren gibts in Kanada Gen-Raps - durch Pollen kam der Gen-Raps zu den Schmeisers. Foto: Lilo Kapp pixelio.de

Amflora – das ist der Name der einzigen in Deutschland zugelassenen genmanipulierten Pflanze: eine Kartoffel. In Kanada ist die grüne Gentechnik schon weiter fortgeschritten – der Agrarchemie- und Gentechnik Megakonzern Monsanto vertreibt dort sein Genraps-Saatgut seit vielen Jahren.

sind Farmer aus Kanada, die einen jahrelangen Rechtstreit gegen den Gentechnik-Konzern Monsanto geführt haben.Louise und Percy Schmeisersind Farmer aus Kanada, die einen jahrelangen Rechtstreit gegen den Gentechnik-Konzern Monsanto geführt haben. 

Die kanadischen Farmer Percy und Louise Schmeiser sind Genrapsgegner – 1997 wuchs er aber dann plötzlich auf ihrem Feld – Schuld war der Pollenflug von Nachbarfeldern. Die Farmer selektierten unwissentlich neues Saatgut – und wurden prompt von Monsanto wegen Patentverletzung verklagt. Folge: Ein jahrelanger David-gegen-Goliath Rechtstreit.

Die „David“-Fraktion war heute bei uns im Studio zu Gast – Percy und Louise Schmeiser erzählen, warum ihr kurioser Rechtstreit mit dem Gentechnik-Konzern Monsanto zum Präzedenzfall wurde und erläutern die Botschaft ihrer aktuellen Vortragstour durch Europa.

Hören Sie das Gespräch hier: