Länderfinanzausgleich neu berechnet – Die Armen geben den Reichen zurück

27.06.2013

Durch den Zensus wurden die Werte für den Länderfinanzausgleich neu berechnet. Viele Nehmerländer müssen hohe Summen aus den letzten Jahren zurückzahlen. Eine Erklärung am Beispiel Hamburg.

Der Länderfinanzausgleich wird bis 2019 neu verhandelt. Schon jetzt musste er jedoch neu berechnet werden. Foto: © Schrift-Architekt / flickr.com

Der Länderfinanzausgleich soll den Lebensstandard deutschlandweit ungefähr auf dem gleichen Level halten. Dafür zahlen wohlhabende Bundesländer in einen Topf, aus dem die ärmeren Länder unterstützt werden.

Zu den sogenannten Geberländern haben in den letzten Jahren Bayern, Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg gezählt. Bayern und Hessen haben im März gegen das System geklagt, weil die beiden Geberländer sich zu sehr belastet sehen.

Die Nehmer zahlen wieder an die Geber

Der kürzlich durchgeführte Zensus hat  nun neue statistische Zahlen geliefert und die Verteilung des Geldes musste neu berechnet werden.

Deshalb müssen viele Länder Geld zurückzahlen, das sie auf Grundlage der alten Berechnung zu viel bekommen haben. Bayern beispielsweise kann Rückzahlungen von 227 Millionen Euro erwarten.

Um das Ganze anhand eines Beispiels zu erklären, haben wir mit Daniel Stricker von der Hamburger Finanzbehörde gesprochen. Hamburg ist eines der Länder, das wegen der Zensusdaten Geld zurückzahlen muss.