Netto, kalt – Serie zum Wohnungsmarkt | Teil 1

Wohnen im Wandel der Zeit

25.02.2013

Wohnen ist ein umkämpftes Gut. Das zeigt sich materiell bei Zwangsräumungen, aber auch auf dem knappen Wohnungsmarkt. Im ersten Teil der Serie "Netto, kalt - Wohnen in deutschen Großstädten" beschäftigen wir uns mit der Frage: Welche gesellschaftlichen Veränderungen haben zu dieser Situation geführt?

Seit der Wende hat sich die deutsche Gesellschaft stark verändert - und mit ihr das Wohnen. Hier am Beispiel von Berlin im Jahre 1990. Foto: © Eichkamp/flickr.com

ist Dozent für Sozialstrukturforschung.Thomas Meyerist Dozent für Sozialstrukturforschung. 

In fast allen deutschen Großstädten steigen die Mieten und der Wohnraum ist knapp. Der soziale Wohnungsbau scheint ausgedient zu haben. In den Metropolen ist die Gentrifizierungsdebatte in aller Munde: Ein preiswertes Stadtviertel wird durch zugezogene Studenten und Künstler attraktiv, wodurch Investoren auf den Plan treten. Das Resultat: die Preise steigen – und viele müssen wegziehen. Die Beispiele zeigen: Wohnraum ist ein stark umkämpftes Gut.

Wie hat sich Wohnen verändert? Welchen Einfluss haben Globalisierung und demografischer Wandel auf das Wohnen? Über diese Fragen haben wir in Teil 1 unserer Serie „Netto, kalt – Wohnen in deutschen Großstädten“ mit Thomas Meyer gesprochen. Er ist Dozent für Sozialstrukturforschung an der Universität Siegen.

Man kann und darf davon ausgehen, dass soziale Prozesse sich immer auch in räumlichen Strukturen niederschlagen.

– Thomas Meyer


+++ Die Serie +++

Gentrifizierung, steigende Mieten, knapper Wohnraum, Verstädterung – es gibt viele Debatten rund um das Thema Wohnen. Wir analysieren sie in unserer Serie „Netto, kalt – Wohnen in deutschen Großstädten“. Eine Einführung.