Neuer Chef, altes Problem: Stillstand bei Opel?

13.07.2012

Opel-Chef Stracke wird entlassen. Die Quartalszahlen sind schlecht. Das Unternehmen versucht, sich gesund zu schrumpfen, und riskiert damit alles.

Die Zukunft des Autoherstellers Opel ist wieder einmal ungewiss. Die Verkaufszahlen sinken und der Absatzmarkt schrumpft. Foto: © Candy Welz/dapd

Opel ist wieder in den Schlagzeilen. Unvergessen ist der wochenlange Übernahmenkrimi von 2009. Mehrere Interessenten wollten Opel übernehmen. Die Regierung schaltete sich mit einer Bürgschaft ein, um die Arbeitsplätze zu retten und das Unternehmen aufzuwerten.

Opel-Chef wird zum Rücktritt gedrängt

Mit dem damals neuen Chef Karl-Friedrich Stracke sollte alles besser werden. Jetzt reicht er seinen Rücktritt ein, nicht aus freien Stücken. Der Mutterkonzern General Motors (GM) hat ihn mehr oder weniger gefeuert. Es heißt, er sei bei den notwendigen Sanierungsprogrammen zu lasch gewesen und zu viele Kompromisse eingegangen.

Opels Zukunft ist weiterhin ungewiss

forscht am Münchner Institut für Wirtschaftsanalyse und KommunikationDr. Helmut Beckerforscht am Münchner Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation  

Für die Angestellten Opels beginnt wieder das Bangen um ihre Arbeitsplätze. Ganze Werke sind auf dem Prüfstand. Dass gekürzt und eingespart werden muss, wissen alle. Ob Opel damit aber überhaupt zu retten ist, weiß niemand.

Über die Situation bei Opel haben wir mit Helmut Becker vom Münchner Institut für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation gesprochen: