Neustart | Bewerbung: Wenn die nächste Absage kommt

Gründe suchen ist wichtiger als schmollen

29.06.2017

Mit mindestens einer Absage muss jeder im Berufsleben rechnen. Dennoch tut es weh, den Traumjob nicht zu bekommen. Vor allem wenn die Bewerbung sehr viel Mühe gemacht hat. Was kann man gegen diesen Frust tun? Und wie geht man mit der Ablehnung um?

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Bewerbungen verlangen Geduld

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Nicht jeder hat das Glück, dass es gleich beim ersten Anlauf passt. Manche Menschen kämpfen sich lange durch den Bewerbungs-Dschungel bis sie bei einer Firma unterkommen. Es kostet zudem jedes Mal Mühe, sich wieder ein neues Anschreiben zu überlegen, den Lebenslauf zu überarbeiten und die Unterlagen zusammen zu suchen. Dennoch darf man sich nicht durch eine Absage entmutigen lassen. Denn auch wenn es sich so anfühlt, es ist nie persönlich gemeint.

Es gibt vielfältige Gründe, warum ein Unternehmen kein Interesse hat. Deshalb ist der erste Schritt, dass man sich seine Unterlagen noch einmal genau anschaut. Schon ein kleiner Rechtschreibfehler kann den ersten Eindruck zunichte machen. Manchmal liegt es aber auch am Bewerbungsgespräch. Dieser Teil gehört zu den schwersten im Verfahren. Wer von sich selber weiß, dass er hier nicht unbedingt seine beste Seite zeigt, sollte ein Bewerbungstraining in Anspruch nehmen.

Fragen kostet nichts

Wenn man selbst nicht den genauen Grund findet, hilft es nur beim Unternehmen selbst nachzuhaken. Häufig ist es nämlich so, dass diese bei ihrer Absage keine Begründung angeben. Das liegt an dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dort ist festgeschrieben, dass kein Bewerber aufgrund des Geschlechts oder der Ethnie abgelehnt werden darf. Um sich nicht angreifbar zu machen, verzichten die Firmen deshalb auf Begründungen.

In einigen Fällen hilft es dennoch nach möglichen Gründen zu fragen. Denn nur wenn der Bewerber einen Hinweis bekommt, kann er auch etwas ändern. Zusätzlich kommt der Arbeitssuchende noch einmal ins Gespräch mit dem Personalchef. Hier kann er eventuell seinen Eindruck nachträglich korrigieren und vielleicht doch noch in der Firma einen Platz bekommen. Grundsätzlich gilt: Höflich sein und akzeptieren, wenn die Firmen sich nicht äußern möchten. Es ist kein Muss, sondern ein Service des jeweiligen Unternehmens.

Absage nutzen

Neben dem Lernprozess aus jeden Bewerbungsverfahren, kann der Bewerber aber auch noch viel über sich selber lernen. Zum Beispiel ist es auch eine Möglichkeit den Berufswunsch noch einmal zu überdenken. Wer viele Absagen im selben Berufszweig bekommt, ist zwar nicht immer ungeeignet für den Job, aber vielleicht fehlen der Person noch Zusatzqualifikationen. In jedem Fall darf und sollte man eine Absage als das nehmen, was sie ist: Eine Chance für die Zukunft.

Über Absagen im Bewerbungsverfahren und wie man mit Ihnen umgeht, hat detekor.fm-Moderator Lucas Kreling mit Neustart-Redakteurin Carina Fron gesprochen.


Im Podcast „Neustart“ sammeln wir alle Beiträge rund um Karriere und Beruf. Alle Folgen gibt es auch direkt bei itunesDeezer und Spotify.


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