Neustart | Bewerbung: Das Anschreiben

Wer bin ich?

16.03.2017

Das Anschreiben gehört zum Herzstück der Bewerbung. Dennoch greifen viele auf bekannte Floskeln zurück, anstatt sich einmal etwas zu trauen. Doch was ist denn nun besser: die kreative Feder oder die klassische Form?

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Unternehmen entscheiden meist schon Anhand des Anschreibens, ob ein Kandidat ins Profil passt oder nicht. Dafür nehmen sie sich gerade einmal ein bis zwei Minuten Zeit. Deshalb ist die Bedeutung dieser Seite nicht zu unterschätzen.

Dennoch greifen viele auf das standardisierte „Hiermit bewerbe ich mich für“ zurück. Eine Floskel, die zwar jederzeit passt, aber nicht in jedem Fall den gewünschten Erfolg hat. Das Anschreiben dient immerhin der eigenen Präsentation.

Gerhard WinklerLebenslauf und Anschreiben sind zwei in sich geschlossene Präsentationen. Beides sollte für sich die Kraft haben, denjenigen ins Vorstellungsgespräch zu bringen. Gerhard WinklerBewerbungscoach 

Das heißt: Herausstechen ist wichtig. Doch wie? Lieber mit Inhalt oder mit der Form?

Anschreiben als Spielwiese?

Ein generelles Urteil lässt sich nur schwer treffen. In einem kreativen Beruf kann eine kreative Darstellung punkten. Zum Beispiel eine Schallplatte im Hintergrund des Anschreibens bei einem Musiklabel oder eine erste Seite im Design der Zeitung, bei der man arbeiten will.

Doch bei manchen Stellenausschreibungen ist zu viel Individualität unangebracht. Da zählt eben doch eher der klassische Aufbau, zum Beispiel für die Arbeit in einer Kanzlei oder im Finanzamt. Hierfür gibt es zum Beispiel auch Beispielmuster im Netz. Aber aufgepasst: Egal, ob die Form auffällt oder nicht, der Inhalt sollte in jedem Fall passen.

Foto_Kersten_560x284Also ich vergleiche ein gutes Anschrieben immer mit einem interessanten Zeitungsartikel oder einer Onlinemeldung. Die ersten Zeilen müssen so interessant sein, dass der Leser das Schreiben zu Ende lesen will.Christian Kersten (Foto: Andreas Riedel)Personalberater von az Personalkonzepte 

Ein Muss

Bestimmte Elemente dürfen in keinem Anschreiben fehlen. Zunächst lohnt es sich zu reduzieren. Gewonnen hat nicht, wer möglichst viel geschrieben hat, sondern wer sich auf die wesentlichen Punkte beschränken kann. Außerdem sollte die Übersichtlichkeit immer vor der kreativen Gestaltung kommen. Sie darf die Aussagen nicht überdecken. In jedem Fall darf der Bewerber die Professionalität nicht aus den Augen verlieren.

Inhaltlich muss das Anschreiben folgende Fragen beantworten, erklärt Christian Kersten:

  1. Wer bin ich?
  2. Welche Kompetenzen besitze ich?
  3. Warum interessiert mich genau dieses Unternehmen?

Doch auch wenn die Motivation für ein Unternehmen hoch ist, ändert das nichts daran, dass Personalchefs vor allem auch auf die Eignung für den jeweiligen Beruf schauen, ergänzt Gerhard Winkler.

Wichtig ist auch immer, ein konkretes Schreiben für das Unternehmen und die Stelle zu verfassen und nicht ein Standardschreiben an alle zu verschicken. Firmen merken so etwas und nehmen das den Bewerbern auch krumm.

Worauf man beim Anschreiben achten sollte, das erklärt Carina Fron unserem detektor.fm-Moderator Christian Eichler.


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