Neustart | Employer Branding

Ohne Emotionen geht nichts!

09.03.2017

Bestimmte Branchen leiden massiv unter dem Fachkräftemangel. "Employer Branding" wird damit immer wichtiger. Aber wie wird aus einem Unternehmen eine Marke?

„Neustart“ wird präsentiert von HarmonieSchiene – die unsichtbare Zahnspange für Erwachsene


War of talents

harmonieschiene-von-orthos

Anzeige: HarmonieSchiene.de

Vor einigen Jahren kämpften noch viele Bewerber gleichzeitig um einen Job. Das beste Talent gewann. Heute ist das nicht mehr überall so. Vor allem Branchen wie etwa der IT-Sektor haben es schwer. Ihnen fehlen die Fachkräfte.

Deshalb heißt es heute: „War of talent is over. Talent won.“ Das heißt, Unternehmen müssen umdenken. Sie können sich nicht passiv geben, sondern müssen gezielt potenzielle Arbeitnehmer ansprechen. Eine Methode: Employer Branding.

Martin GrotheUnternehmen sind bisher ganz großartig darin, Gastgeber zu sein. Sie sind auf Karriere-Tagen und auf Messen unterwegs. Jetzt müssen die Unternehmen im digitalen Raum lernen, Gast zu sein. Das heißt, auf die Plattformen zu gehen, wo sich ihre Zielgruppe tummelt und man auch nach deren Regeln spielen muss. Prof. Dr. Martin Grotheist Geschäftsführender Gesellschafter der complexium GmbH und Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin. 

Was ist Employer Branding?

Employer Branding bedeutet den Aufbau und die Pflege eines guten Arbeitgeber-Images. Das ist gar nicht so einfach, denn zunächst muss ein Unternehmen definieren, wie es als Arbeitgeber gesehen werden will. Und dafür hat es meistens nur eine Chance.

Foto: Obwohl sie sich fürcherlich anfühlt - Scham ist wichtig für unser Zusammenleben. Foto:Einer der ersten Fehler beim Employer Branding ist, dass Unternehmen sich nicht klar machen, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Sondern man konzentriert sich sehr stark auf die Außenwirkung.Gunther Wolfist Gründer von „Wolf Consulting“. 

Da kann es auch passieren, dass Unternehmen sich noch einmal ganz neu definieren müssen. Aber wie? Fest steht, dass viele Arbeitgeber auf Altbewährtes setzen. Das heißt: Sie präsentieren sich als Teamplayer-Unternehmen und sprechen von Verantwortung und Flexibilität. Doch das alles sind Eigenschaften, die so ziemlich auf jedes Unternehmen zutreffen. Ein Alleinstellungsmerkmal muss her.

Von Herzen

Authentizität ist wichtig. Das Unternehmen muss ausstrahlen, was es verspricht. Das sorgt nicht nur dafür, dass neue, potenzielle Arbeitnehmer sich für die Firma interessieren, sondern auch, dass Mitarbeiter gerne bleiben.

StepStone-Sebastian-DettmersIn der Kommunikation ist es mit Sicherheit wichtig, authentisch aufzutreten und nicht mit Hochglanz-Bildern und Models zu arbeiten. Tatsächlich einen Einblick in das Unternehmen zu gewähren, ist oft nicht ganz leicht, aber auf jeden Fall erfolgsversprechend.Sebastian Dettmersist Geschäftsführer von der Karriere-Webseite „StepStone“. 

Aber auch Schwächen dürfen kommuniziert werden. Ein Unternehmen kann Bestrebungen haben, sich weiterzuentwickeln und sich den Wünschen der Interessenten anzupassen. Auch gilt: Kommunikation ist alles. Doch alle Versprechen der Welt können keine Wohlfühlstimmung ersetzen. Zudem haben Arbeitnehmer heute eine konkrete Vorstellung von dem, was sie sich von einem Unternehmen wünschen.

Wie Employer Branding funktioniert und warum es heute so wichtig ist, erklärt Christian Bollert.


Im Podcast „Neustart“ sammeln wir alle Beiträge rund um Karriere und Beruf. Alle Folgen gibt es auch direkt bei itunesDeezer und Spotify.


Anzeige