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Arbeit und Zuhause verschmelzen immer mehr. Unternehmen achten beim „Employer Branding“ darauf, den Arbeitnehmern einen schönen Arbeitsplatz zu bieten. Foto: Homeoffice | CC BY 2.0 | Nico Kaiser / flickr.com

Neustart | Employer Branding

Ohne Emotionen geht nichts!

Bestimmte Branchen leiden massiv unter dem Fachkräftemangel. „Employer Branding“ wird damit immer wichtiger. Aber wie wird aus einem Unternehmen eine Marke?

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War of talents

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Vor einigen Jahren kämpften noch viele Bewerber gleichzeitig um einen Job. Das beste Talent gewann. Heute ist das nicht mehr überall so. Vor allem Branchen wie etwa der IT-Sektor haben es schwer. Ihnen fehlen die Fachkräfte.

Deshalb heißt es heute: „War of talent is over. Talent won.“ Das heißt, Unternehmen müssen umdenken. Sie können sich nicht passiv geben, sondern müssen gezielt potenzielle Arbeitnehmer ansprechen. Eine Methode: Employer Branding.

Prof. Dr. Martin Grothe - ist Geschäftsführender Gesellschafter der complexium GmbH und Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin.

ist Geschäftsführender Gesellschafter der complexium GmbH und Honorarprofessor an der Universität der Künste Berlin.
Unternehmen sind bisher ganz großartig darin, Gastgeber zu sein. Sie sind auf Karriere-Tagen und auf Messen unterwegs. Jetzt müssen die Unternehmen im digitalen Raum lernen, Gast zu sein. Das heißt, auf die Plattformen zu gehen, wo sich ihre Zielgruppe tummelt und man auch nach deren Regeln spielen muss.Prof. Dr. Martin Grothe

Was ist Employer Branding?

Employer Branding bedeutet den Aufbau und die Pflege eines guten Arbeitgeber-Images. Das ist gar nicht so einfach, denn zunächst muss ein Unternehmen definieren, wie es als Arbeitgeber gesehen werden will. Und dafür hat es meistens nur eine Chance.

Gunther Wolf - ist Gründer von „Wolf Consulting“.

ist Gründer von „Wolf Consulting“.
Einer der ersten Fehler beim Employer Branding ist, dass Unternehmen sich nicht klar machen, welche Voraussetzungen sie mitbringen. Sondern man konzentriert sich sehr stark auf die Außenwirkung.Gunther Wolf

Da kann es auch passieren, dass Unternehmen sich noch einmal ganz neu definieren müssen. Aber wie? Fest steht, dass viele Arbeitgeber auf Altbewährtes setzen. Das heißt: Sie präsentieren sich als Teamplayer-Unternehmen und sprechen von Verantwortung und Flexibilität. Doch das alles sind Eigenschaften, die so ziemlich auf jedes Unternehmen zutreffen. Ein Alleinstellungsmerkmal muss her.

Von Herzen

Authentizität ist wichtig. Das Unternehmen muss ausstrahlen, was es verspricht. Das sorgt nicht nur dafür, dass neue, potenzielle Arbeitnehmer sich für die Firma interessieren, sondern auch, dass Mitarbeiter gerne bleiben.

Sebastian Dettmers - ist Geschäftsführer von der Karriere-Webseite „StepStone“.

ist Geschäftsführer von der Karriere-Webseite „StepStone“.
In der Kommunikation ist es mit Sicherheit wichtig, authentisch aufzutreten und nicht mit Hochglanz-Bildern und Models zu arbeiten. Tatsächlich einen Einblick in das Unternehmen zu gewähren, ist oft nicht ganz leicht, aber auf jeden Fall erfolgsversprechend.Sebastian Dettmers

Aber auch Schwächen dürfen kommuniziert werden. Ein Unternehmen kann Bestrebungen haben, sich weiterzuentwickeln und sich den Wünschen der Interessenten anzupassen. Auch gilt: Kommunikation ist alles. Doch alle Versprechen der Welt können keine Wohlfühlstimmung ersetzen. Zudem haben Arbeitnehmer heute eine konkrete Vorstellung von dem, was sie sich von einem Unternehmen wünschen.

Wie Employer Branding funktioniert und warum es heute so wichtig ist, erklärt Christian Bollert.


Im Podcast „Neustart“ sammeln wir alle Beiträge rund um Karriere und Beruf. Alle Folgen gibt es auch direkt bei itunesDeezer und Spotify.


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