Neustart | Kleidung und Beruf – Welchen Einfluss hat die Kleidung auf den Job?

Machen Kleider erfolgreiche Leute?

23.03.2017

Kleider machen Leute. Das wusste schon der Schweizer Schriftsteller Gottfried Keller. Aber Kleidung ist nicht nur im Privaten, sondern auch im Job entscheidend. Dabei muss es nicht immer der Schlips sein.

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Schick oder Lässig?

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Nur Bruchteile von Sekunden vergehen und das Gegenüber hat einen bereits in eine Schublade gesteckt. Dementsprechend hat jeder für den ersten Eindruck auch keine zweite Chance.

Aber habe ich mich verraten, wenn ich meine geliebten Schlabberhosen gegen die schicke Stoffhose im Job tausche? Manchmal scheint es zumindest nicht anders möglich zu sein. Der Anzug gehört eben zu Führungspositionen – für die Dame und den Herrn. Dabei sieht es zum Beispiel so aus, als habe die IT-Branche heute alle Konventionen über Bord geworfen. Zumindest in den oberen Etagen. Da trägt der Chef dann auch mal Jeans und Hemd.

Doch bei aller Lässigkeit gilt dennoch: Der Arbeitnehmer sollte nicht ständig versuchen, den Chef zu übertrumpfen. Außerdem müssen sich die Mitarbeiter gegebenenfalls einem gewissen Dresscode beugen, selbst wenn dieser nicht immer gefällt.

Was macht Kleidung mit anderen …

Sie beeinflusst unser Denken unweigerlich. Fühle ich mich in meinen Klamotten wohl, transportiere ich das selbstredend auch nach außen. Deshalb kann jeder auch persönlich etwas für das Wohlbefinden bei der Arbeit tun. Auch wenn es ein Kostüm oder der Hosenanzug sein muss, darf dieser durchaus ein wenig Individualität mit sich bringen.

Wichtig ist auch, dass die Kleidung nicht teuer sein muss. Gepflegt auszusehen und sich zu pflegen – beides strahlt eine Sorgfalt auch für den Beruf aus.

… und mit uns selbst?

Zu der Wirkung von Kleidung auf die Mitmenschen wurde viel geforscht. Aufreizend angezogene Personen werden selten als kompetent wahrgenommen. Wohingegen gut angezogene Schüler, aber auch Lehrer zum Beispiel intelligenter wirken.

Doch Kleidung kann nicht nur das Gegenüber, sondern auch einen selbst beeinflussen. Das zeigt eine Studie des renommierten Psychologen Adam Galinsky von der Northwestern University. Die hat er zusammen mit dem Deutschen Hajo Adam durchgeführt. „Enclothed cognition“ heißt sie und zeigt: Das Tragen eines weißen Kittels (etwa bei Forschern oder Ärzten) lässt einen klüger agieren.

Über die Bedeutung von Kleidung im Beruf hat detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt mit Wirtschaftspsychologin Dagmar Hanewinkel vom Kölner Institut für Managementberatung gesprochen. Sie arbeitet außerdem als freie Dozentin im Bereich der angewandten Personalpsychologie.


Im Podcast „Neustart“ sammeln wir alle Beiträge rund um Karriere und Beruf. Alle Folgen gibt es auch direkt bei itunes, Deezer und Spotify.


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