Neustart | Lohn und Gehalt: Macht mehr Geld glücklich?

Eine Obergrenze zum Glücklichsein?

22.06.2017

Geld braucht man, nicht nur, um die immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten zu tragen. Mehr Lohn und Gehalt macht das Leben angenehmer – doch wie lange gilt diese Gleichung? Warum der Mensch mit immer mehr Geld nicht auch immer glücklicher wird.

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Glück unter der Lupe

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Mit dem Glücklichsein ist das so eine Sache. Während der eine sich schon morgens auf den Feierabend freut, macht den anderen seine Arbeit zufriedener. Es ist schwer, hier eine einheitliche Definition zu finden. Vor allem, da nicht jeder gleich benennen kann, wo das persönliche Glück zuhause ist.

Britische Forscher von der Londoner School of Economics haben jedenfalls herausgefunden, dass Geld, entgegen der landläufigen Meinung, eben doch nicht glücklich macht. Andere Faktoren sind nach Auffassung der Forscher viel entscheidender für unsere Zufriedenheit – zum Beispiel unser soziales Umfeld und Gesundheit. Insbesondere die psychische Gesundheit hat laut der Studie einen hohen Stellenwert für Glück. Deshalb gehören Ängste und Depressionen zu den größten Gefahren für unsere Lebenszufriedenheit – viel mehr noch als Armut oder Arbeitslosigkeit.

Fotograf
Steffen Giersch
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01159 Dresden
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Konto 3603090011 BLZ 35060190
Steuernummer 203-224-02504Wir wissen, dass Ziele, die mit dem persönlichen Wachstum, mit zwischenmenschlichen Beziehungen und mit Beiträgen zur Gesellschaft zu tun haben, einen persönlich höheren Stellenwert haben als Ziele, die lauten: mehr Geld, mehr Schönheit, mehr Popularität.Karlheinz RuckriegelGlücksforscher und Makroökonom (Foto: Steffen Giersch, Dresden)  

Faire Verteilung

Das Problem ist, dass man ohne das liebe Geld nicht auskommt. Zudem gibt es einem ein gutes Gefühl, Geld auszugeben, das man selbst verdient hat.

Allerdings gibt es für das Ganze eine Art Grenze nach oben. Der Wirtschaftswissenschaftler Richard Easterlin verglich zum Beispiel schon 1974 die Ergebnisse aus Umfragen über Zufriedenheit mit dem Einkommen der Befragten. Dabei stellte er fest, dass ein steigendes Einkommen ab einer bestimmten Höhe nicht automatisch glücklicher macht.

Viel macht auch aus, ob wir uns gerecht bezahlt fühlen. Der Vergleich mit anderen liegt uns Menschen im Blut. Deshalb möchten wir auch beim Lohn gerecht bedacht werden. Es hat übrigens auch einen positiven Effekt, wenn alle das Gefühl haben, dass auch andere gerecht entlohnt werden.

Vom Lohn und der Motivation

Ein oft gemacht Fehler: Geld als Antriebskraft zu sehen, mit der Menschen zu guter Arbeit motiviert werden können. Im schlimmsten Fall kann dann sogar das Gegenteil der Fall sein.

homeneueIn manchen Bereichen der Wirtschaft heißt es: Je mehr sie versuchen, über Geld so etwas wie Motivation zu erzeugen, desto mehr werden einfache Aufgaben, quantitative Aufgaben und kurzfristig zu erledigende Aufgaben bevorzugt. Alles, was qualitativer Natur ist und langfristig angelegt, wird davon nicht erreicht.Dr. Reinhard K. Sprenger Unternehmensberater 

Diese Motivation muss vielmehr aus einem selbst heraus kommen  da nutzt auch alles Geld nichts.

Welche Bedeutung Geld im Zusammenhang mit Arbeit zukommt, hat sich detektor.fm-Redakteurin Carina Fron einmal genauer angeschaut.


Im Podcast „Neustart“ sammeln wir alle Beiträge rund um Karriere und Beruf. Alle Folgen gibt es auch direkt bei itunesDeezer und Spotify.


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