“Nicht bösartig, aber gefährlich” – Kritisierte Wertpapiere sind wieder da

24.06.2013

Mit "ABS" sind nicht das Antiblockiersystem im Auto oder die Aachener Bergmannssiedlung gemeint, sondern die "Asset Backed Securities". Dabei handelt es sich um eine bestimmte Form von Krediten, die als einer der Gründe für die Finanzkrise gelten. Jetzt kehren diese Kredite in die Finanzwelt zurück.

“ABS” gelten als eine Ursache für die Finanzkrise. Von Grund auf problematisch sind sie aber nicht. Foto: © Daniel Roland, AFP

Verbriefungen, Beteiligungsgesellschaften oder Private-Equity-Transkationen. Wer hiervon nichts versteht, steht nicht alleine da.

ist emeritierter Hochschullehrer für Börsen- und Bankenwesen.Wolfgang Gerkeist emeritierter Hochschullehrer für Börsen- und Bankenwesen. 

Diese Begriffe stammen aus der Finanzwelt und haben etwas mit den „Asset Backed Securities“, kurz ABS, zu tun. Im Grunde handelt es sich dabei um Kredite, die als Wertpapiere getarnt sind.

In der aktuellen Finanzkrise sind die Asset Backed Securities von vielen Marktbeobachtern und Händlern sehr kritisch gesehen worden. Denn die ABS gelten als einer der Hauptauslöser der weltweiten Finanzkrise. Doch seit kurzem erlebt der Handel mit den „Verpackungskünstlern“ wieder einen Aufschwung.

Wie genau diese Kredit-Wertpapiere funktionieren und wie sie der Weltwirtschaft gefährlich werden, das haben wir Wolfgang Gercke gefragt. Er ist Präsident des Bayrischen Finanzzentrums in München.

ABS sind nichts bösartiges. Sie werden gefährlich, wenn mit ihnen Missbrauch betrieben wird, also wenn man behauptet, gute Risiken zu verbriefen und in Wirklichkeit stehen dahinter nur faule Kredite. – Wolfgang Gercke, Bayrisches Finanzzentrum