Olympia 2014: Wo Sport ist, ist Doping nicht weit

07.02.2014

In Sotschi werden dieses Jahr die meisten Dopingkontrollen durchgeführt, die es jemals in der Geschichte der Olympischen Spiele gegeben hat. Doch überführt werden trotzdem nur wenige. Wie kann man also nachweislich gegen Doping im Sport vorgehen?

Anabolika - neben Tabletten werden häufig auch Injektionen verwendet. Foto: Steven Depolo | flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

Knapp 2500 Dopingkontrollen möchte das Internationale Olympische Kommittee (IOC) während der Winterspiele in Sotschi durchführen. Das sind mehr Proben, als jemals zuvor. Trotzdem werden nur sehr wenige Sportler tatsächlich entlarvt – und das auch oft erst nach den Wettkämpfen.

Wo Sport ist, gibt es auch Doping

schlägt vor, Doping zu kriminalisieren.Fritz Sörgelschlägt vor, Doping zu kriminalisieren. 

Direkt vor den Winterspielen hat nun ausgerechnet ein russischer Forscher ein neues Dopingmittel vorgestellt – kaum nachweisbar, effizient und verfügbar. „Full Size MGF“ heißt das Mittel und ähnelt einem körpereigenen Stoff, der in überanspruchten Muskeln produziert wird, um einen intensiven Muskelaufbau zu beschleunigen. Chemisch abgewandelt eignet sich das Mittelchen somit für ungesehene Dopingerfolge.

Solche Substanzen sind natürlich nie ungefährlich. „Full Size MGF“ ist noch nicht getestet worden und daher zudem riskant für die Sportler.

Wir haben mit dem Doping-Experten Fritz Sörgel über Dopingkontrollen und die Zukunft von Anabolika und Co. gesprochen.

Dieses Märchen hätte schon längst beerdigt werden müssen. Saubere Spiele kann es nicht geben. – Fritz Sörgel