Online-Journalismus: Geschwindigkeit ist nicht alles – aber viel Wert

04.05.2010

Nachrichten wurden früher von der Zeitung gemacht. Dann kamen Radio und Fernsehen. Heute gibt es das Internet, schneller als alles bisher Dagewesene. Was bedeutet das für traditionelle Medien?

Früher war neu, was in der Zeitung stand. Heute gilt das nur noch manchmal. / © Henning Kaiser (ddp)

Chefredakteur der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, zu Besuch im detektor.fm-Studio.Hans-Jürgen JakobsChefredakteur der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung, zu Besuch im detektor.fm-Studio. 

Sie konnten sich sehr lange auf ihrer Position ausruhen – doch inzwischen sind sie zum Umdenken gezwungen: die Rede ist von den Nachrichtenmachern, den Nachrichtensendungen im Fernsehen und den großen Tageszeitungen. Denn, dem Internet sei Dank, ist eigentlich nichts von dem, was in der Zeitung steht, mehr so ganz neu. Was früher dem Zeitungsleser als Nachricht morgens auf den Frühstückstisch flatterte, geistert heute schon seit Stunden durchs Netz. Was das für die Medien- und Nachrichtenmacher bedeutet, warum Gedrucktes immer noch als Glaubwürdiger gilt, und was das für die Macher in den Redaktionen bedeutet, darüber sprachen wir mit dem Online-Chef der Süddeutschen Zeitung: Hans-Jürgen Jakobs.