Online-Journalismus: User als Zukunftschance?

14.03.2014

Wie sieht die digitale Zukunft des Journalismus aus? Eine Frage, auf die „De Correspondent“ eine mögliche Antwort liefert. Das niederländische Online-Magazin ist im vergangenen Jahr mit Hilfe von Crowdfunding gegründet worden.

Die Redaktion von ‘De Correspondent’. Foto: Bas Losekoot | De Correspondent

Die Krise des Journalismus ist nicht neu, insbesondere Printmedien müssen sich der digitalen Entwicklung anpassen. Aber wie? Das niederländische Online-Magazin ‚De Correspondent‘ präsentiert womöglich die Lösung. Hinter dem Projekt steckt Rob Wijnberg. Der Journalist hat zuvor bereits nrc.nl: eine überregionale Tageszeitung der Niederlande geleitet. Mit Hilfe eines Aufrufes in einer der größten niederländischen Talkshows hat der Journalist mehr als eine Millionen Euro gesammelt – und anscheinend effektiv in sein neues journalistisches Projekt investiert.

Harald Dunnink hat zusammen mit Rob Wijnberg 'de Correspondent' gegründet.Harald DunninkHarald Dunnink hat zusammen mit Rob Wijnberg 'de Correspondent' gegründet. 

„Mitglieder“ statt Leser

Erst vor kurzem hat „De Correspondent“ die 30.000 Abonnenten überschritten. Diesen September laufen die ersten Jahresabos aus. Was die niederländischen Journalisten unternehmen, um die Abonnements zu halten? Sie fokussieren sich auf die Leser oder besser „Mitglieder“, wie das Online-Magazin seine User nennt. Ein Fokus mit guten Zukunftsaussichten: täglich kommen neue Mitglieder hinzu. Externes Einbringen durch zahlreiche Tools steht bei „De Correspondent“ an erster Stelle.

Ins Leben gerufen hat Rob Wijnberg „De Correspondent“ mit der Agentur Momkai. Harald Dunnink ist künstlerischer Leiter bei Momkai und erzählt uns über das Projekt.