Klimaschützer besorgt: Ozonschicht ein Drittel dünner

15.03.2011

Innerhalb der letzten 6 Wochen ist die Ozonschicht über der Arktis um ein Drittel geschmolzen. War der Verzicht auf FCKW also sinnlos?

Polarforscher des Alfred-Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung. / © Alfred-Wegner-Institut/ddp

forscht am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.Dr. Markus Rexforscht am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung. 

Seit 1987 reduzieren die Menschen weltweit den FCKW-Ausstoß. Die Fluorchlorkohlenwasserstoffe gelten zusammen mit CO2 als die Hauptverantwortlichen für das Ozonloch. Dank umfassender Bemühungen, den Ausstoß der als gefährlich geltenden Treibhausgase zu reduzieren, konnte das Ozonloch eingedämmt werden. Die Ozonschicht über der Antarktis ist allerdings nach wie vor in einem schlechten Zustand.

 

Jetzt allerdings scheint sich das Problem auszuweiten: in der Arktis schwindet die Ozonschicht ebenfalls mit beängstigender Geschwindigkeit. Mittlerweile sind bereits ein Drittel der Schicht verschwunden. Schuld daran ist nach Meinung vieler Experten offenbar erneut der Klimawandel. Treibhausgase erwärmen untere Luftschichten, so dass die darüberliegende Stratosphäre abkühlt. Dies begünstigt wiederum die Entstehung aggressiver Substanzen. Droht uns dort also ein neues Ozonloch? Wir haben mit Dr. Markus Rex vom Alfred-Wegener-Institut für Polar und Meeresforschung gesprochen.