Play
Die Panama Papers bestimmen nach wie vor weltweit die Schlagzeilen. Foto: detektor.fm
Die Panama Papers bestimmen nach wie vor weltweit die Schlagzeilen. Foto: detektor.fm

Panama Papers | Alle reden vom Leak: Doch was erfahren wir wirklich?

Wie schön ist Panama wirklich?

Es gilt als der größte Leak aller Zeiten: 11 Millionen Dokumente über Briefkastenfirmen in Panama wurden Journalisten der Süddeutschen Zeitung zugespielt. Aus 2,6 Terrabytes mussten sie und ihre Kollegen die relevanten Geschichten herausfiltern. Haben sie das? Oder sprechen sie stattdessen lieber über sich selbst? Ein Streitgespräch über den Erkenntnisgewinn aus den Panama Papers.

Es ist ein spektakulärer Coup, ein Scoop für die Süddeutsche Zeitung und eine Recherche, die sogar Edward Snowden als „größten Leak in der Geschichte des Datenjournalismus“ adelte. Am Ende haben 400 Journalistinnen und Journalisten von 100 Medien aus 80 Ländern an der Veröffentlichung gearbeitet.

Seit diese Medien in aller Welt am vergangenen Sonntag zeitgleich angefangen haben, ihre Analysen der Panama-Papers zu veröffentlichen, und ungezählte andere nachzogen, vergeht kaum ein Tag, ohne dass neue Entwicklungen und Verstrickungen bekannt werden. Die Regierung von Panama sieht sich inzwischen in der Pflicht, die Praxis der Briefkastenfirmen in ihrem Land zumindest zu untersuchen, der isländische Regierungschef wird zum Rücktritt gezwungen und bei der UEFA findet eine Hausdurchsuchung statt.

Panama Papers: Viel Leak um nichts?

Die Berichterstattung ist laut, grell und mächtig. „Tritt man aber einen Schritt zurück, mehren sich Fragezeichen“, schreibt Stefan Winterbauer bei meedia. „Das Datenleck selbst scheint die weitaus größere Story zu sein als das, was das Leck zu Tage fördert“ – und so bleibt am Ende womöglich weit mehr PR in eigener Sache als Aufklärungsleistung. Dazu passt auch das zugehörige Buch: veröffentlicht termingerecht, entsprechend groß angekündigt, das „sich ebenfalls größtenteils um den Vorgang der Enthüllung dreht und weniger um das Enthüllte“.

Warum er den Panama Leaks einen „zweifelhaften Erkenntnisgewinn“ bescheinigt, hat detektor.fm-Moderator Thibaud Schremser den Medienjournalisten Stefan Winterbauer gefragt.

Die einzelnen Geschichten sind nicht so groß, dass sie ein weltweites Echo haben könnten. Deswegen hat man sich da auf eine Meta-Geschichte fokussiert. […] Das erzeugt aber so eine Erwartungshaltung, die – finde ich – bisher noch nicht von den einzelnen Geschichten gerechtfertigt wird.Stefan Winterbauer
Wie schön ist Panama wirklich? 10:18

Volles Programm, (aber) null Banner-Werbung

Seit 2009 arbeiten wir bei detektor.fm an der digitalen Zukunft des Radios in Deutschland. Mit unserem Podcast-Radio wollen wir dir authentische Geschichten und hochwertige Inhalte bieten. Du möchtest unsere Themen ohne Banner entdecken? Dann melde dich einmalig an — eingeloggt bekommst du keine Banner-Werbung mehr angezeigt. Danke!

detektor.fm unterstützen

Weg mit der Banner-Werbung?

Als kostenlos zugängliches, unabhängiges Podcast-Radio brauchen wir eure Unterstützung! Die einfachste Form ist eine Anmeldung mit euer Mailadresse auf unserer Webseite. Eingeloggt blenden wir für euch die Bannerwerbung aus. Ihr helft uns schon mit der Anmeldung, das Podcast-Radio detektor.fm weiterzuentwickeln und noch besser zu werden.

Unterstützt uns, in dem ihr euch anmeldet!

Ja, ich will!

Ihr entscheidet!

Keine Lust auf Werbung und Tracking? Dann loggt euch einmalig mit eurer Mailadresse ein. Dann bekommt ihr unsere Inhalte ohne Bannerwerbung.

Einloggen