Jeder zahlt soviel er will – kann das funktionieren?

25.01.2013

Das "Pay-What-You-Want"-Konzept gibt Kunden die Möglichkeit, den Preis selbst zu bestimmen. Auch in Deutschland wird das alternative Preissystem immer wieder von Firmen getestet.

Auch Restaurants haben das etwas andere Zahlungsprinzip bereits ausprobiert. Foto: © Georg Hilgemann / dapd.

Wieviel man für das Album „In Rainbows“ der Band Radiohead zahlt, das hat vor fünf Jahren jeder selbst entscheiden können. Als eine der ersten Bands hatte Radiohead das Album im Internet zum „Pay-what-you-want“-Tarif als Download bereitgestellt.

habilitiert an der Universität Frankfurt am Main in WirtschaftswissenschaftenJu-Young Kimhabilitiert an der Universität Frankfurt am Main in Wirtschaftswissenschaften 

Jeder zahlt so viel er möchte – dieses Preissystem gibt es inzwischen auch in anderen Branchen. Doch zahlen die Menschen dann überhaupt noch? Können die Kosten durch so ein Preissystem wirklich gedeckt werden?

Einige positive Beispiele zeigen: es funktioniert. Ein Zoo in Münster und ein Weinladen in Berlin haben das „Pay-What-You-Want“-System erfolgreich ausprobiert. In vielen Fällen profitieren offenbar Kunden und Anbieter.

Doch wie funktioniert „Pay-What-You-Want“? Das untersucht mittlerweile auch die Wissenschaft. Eine der ersten, die das alternative Preissystem erforscht, ist Ju-Young Kim von der Universität Frankfurt am Main. Wir haben mit ihr über die Ergebnisse ihrer Studien gesprochen.