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Finanzkrise in Portugal: letzter Ausweg Rettungsschirm

Portugal hatte es lange herausgezögert, aber jetzt bittet das Land doch bei der EU um Finanzhilfen. Ist die Gefahr für die Euro-Zone damit gebannt? Werden weitere Länder folgen?

Ferdinand Fichtner. - Konjunkturexperte am DIW. Foto: DIW Berlin.

Konjunkturexperte am DIW. Foto: DIW Berlin.
Ferdinand Fichtner.

Die Entscheidung, dass Portugal nun doch unter den „Euro-Rettungsschirm“ klettert, teilte der geschäftsführende Ministerpräsident des Landes José Sócrates am Donnerstag in einer Fernsehansprache mit. Zuvor hatte Sócrates den Gang unter den Rettungsschirm unbedingt vermeiden wollen. Nachdem aber das Parlament vor zwei Wochen ein radikales Sparpaket der Regierung abgelehnt hatte, kündigte Sócrates seinen Rücktritt an.

In der Folge wuchsen die Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Landes – auch, weil mehrere Rating-Agenturen Portugal herabstuften. Dadurch wurde es sehr viel wahrscheinlicher, dass Portugal um Finanzhilfen bitten würde. Zuvor hatten bereits Griechenland und Irland diesen Weg einschlagen müssen.

Ferdinand Fichtner ist Konjunktur-Experte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin. Mit ihm haben wir über die aktuelle Situation in Portugal gesprochen.

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