Privat Surfen im Büro – Zeitvergeudung oder echte Erholung?

04.04.2012

Sinkt die Leistungsfähigkeit im Büroalltag, wenn man seine Arbeitspausen am Computer verbringt? Schließlich bringen Youtube, Facebook und private Mails einen auf andere Gedanken. Die Raucherpause 2.0 - geht das?

Private Internetnutzung am Arbeitsplatz: echte Auszeit oder kontraproduktiv? / Foto: © Thomas Lohnes / dapd

Arbeitspsychologe an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.Dr. Lars AdolphArbeitspsychologe an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. 

Welcher Büro-Arbeiter kennt das nicht: die Raucher im Team gönnen sich, ihren Augen und ihrem Rücken einmal pro Stunde eine Auszeit von Monitor und Schreibtisch. Und der Rest? Der bleibt sitzen und geht zu Facebook & Co.

Lange haben Arbeitgeber das ganz und gar nicht gern gesehen. Doch nun findet hier ein Wandel statt. Laut dem IT-Branchenverband BITKOM erlauben immer mehr Unternehmen, ihren Mitarbeitern auch während der Arbeitszeit privat zu surfen.

Denn wer online gut vernetzt ist, ist über viele Kanäle und damit oft auch schneller erreichbar. Und das sei am Ende effektiver und produktiver für alle.

Doch fördern private Mails und kleine „Facebook-Verschnaufpausen“ wirklich die Konzentration der Mitarbeiter? Sind sie gar die neuen Raucherpausen? Oder lenken sie einfach nur ab und sind sogar kontraproduktiv?

Darüber haben wir – in einer Schreibtischpause – mit dem Psychologen Lars Adolph von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund gesprochen. Er leitet dort die Gruppe Human Factors und Ergonomie.