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Foto: Patrice Brylla | detektor.fm

Reden ist Geld | Anja Schneider

„Die kleinen Clubs müssen überleben!“

Anja Schneider legt seit 20 Jahren Techno und Tech-House auf, produziert selbst Musik und ist Labelchefin. Ihre Haupteinnahmequelle ist das Auflegen – ein Beruf, dem sie aktuell nicht nachgehen kann. Nicht nur sie ist unter Druck, auch die Clubs werden lange Zeit Probleme haben, sagt Anja Schneider in einer neuen Folge Reden ist Geld.

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Anja Schneider, DJ und Produzentin

Unter normalen Umständen wird Anja Schneiders Sommer von Festival-Terminen bestimmt: das eine Wochenende Mexiko mit Sven Väth, dann schnell nach Ibiza. Und eigentlich wäre es diesen Sommer wieder so gewesen. Doch wegen der Corona-Krise wurden alle Festivals abgesagt. Und ob es im Herbst weitergeht in den Clubs, das ist auch mehr als fraglich.

Ich glaube, dass ich dieses Jahr nicht mehr in einem Club auflegen werde.

Anja Schneider

Und das bedeutet: bis zum Jahresende kein Einkommen mehr.

Wenn die Clubs dann irgendwann wieder öffnen, wird es vermutlich wesentlich weniger Geld für die DJs geben. Denn auch die Clubs haben aktuell keine Einnahmen – aber hohe laufende Kosten.

Natürlich können die nicht mehr diese großen Gagen zahlen. Wir müssen die unterstützen, das ist jetzt unsere Pflicht. Die kleinen Clubs dürfen nicht sterben!

Anja Schneider

Auch wenn ihre Haupteinnahmequelle wegfalle, habe sie es noch gut, sagt Anna Schneider. Sie ist Labelchefin von Sous Music. Außerdem moderiert sie wöchentlich die Sendung Club Room bei Radio Eins.

+++ Neu +++ Anja Schneider +++ Neu

2017 war ein Jahr mit vielen Veränderungen bei Anja Schneider. Mit dem Rückzug aus ihrem Label wollte sie sich von der großen Maschinerie lösen, die sie umgab.

Da gab es schon ein bisschen Unmut über meinen Weggang. Aber ich wollte nicht mehr alle zwei Wochen eine EP rausbringen müssen, die in den Charts landet. Sonst hätte sich das alles nicht gelohnt.

Anja Schneider

Doch das ist mit Corona natürlich alles anders. Verändert es vielleicht sogar die Musik, die wir hören? Anja Schneider glaubt, dass es auch in der Musik einen Schritt zurück geben wird, stilistisch. Sie selbst renoviert gerade ein altes Boot, an kreative Arbeit ist deshalb an den meisten Tagen nicht zu denken. Zu belastend sei die Situation.

Wie es ihren Kolleginnen und Kollegen geht, ob sie Soforthilfe beantragt hat und warum ihre Eltern einen Auftritt von David Guetta auf Videokassette haben – das erzählt Anja Schneider im Gespräch mit der detektor.fm-Moderatorin Nina Sonnenberg in einer neuen Folge von „Reden ist Geld“.

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