Reden ist Geld | Kaufhauserpresser Dagobert

„So eine Bombe zu bauen, kostet einiges!“

Den Kaufhauserpresser Dagobert gibt es eigentlich schon lange nicht mehr. Heute, wie auch damals, heißt er Arno Funke. Warum die Zeit im Gefängnis für ihn wie Urlaub im Kloster gewesen ist, erzählt er Nina Sonnenberg in der zweiten Folge „Reden ist Geld“.

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Dagobert war gestern …

Dagobert, alias Arno Funke, schreibt und zeichnet heute Karikaturen für den Eulenspiegel. Es ist für viele kaum zu glauben, dass er einst für einen der spektakulärsten Kriminalfälle der deutschen Geschichte verantwortlich gewesen ist. 1988 erpresst er vom Berliner KaDeWe 500.000 D-Mark. Mit einer Bombe. Das KaDeWe gibt nach und zahlt die halbe Million bei einer filmreifen Übergabe.

Nachdem das Geld seiner ersten Erpressung aufgebraucht ist, versucht er es ein zweites Mal. Wieder beim Karstadt Konzern. Dieses Mal allerdings erfolglos. Nach zahlreichen gescheiterten Übergabeversuchen, wird er vor 25 Jahren von der Polizei gefasst und zu neun Jahren Haft verurteilt.

Neun Jahre Gefängnis

Im Polizeibericht zur Festnahme heißt es: „Arno Funke wirkte im Moment der Festnahme erleichtert.“

Für mich persönlich war es wie Kloster. Ich war von der Welt abgeschieden, musste mir keine Gedanken machen, woher das Geld für die Miete kommt und sonstige Unterhaltsgeschichten. Und hab mich dann mit anderen Dingen beschäftigt. – Arno Funke im Gespräch bei „Reden ist Geld“

Noch im Gefängnis schreibt Arno Funke die Geschichte seines Überfalls auf. Daraus wird ein Buch. Außerdem fängt er schon hier an, für den Eulenspiegel satirische Karikaturen zu zeichnen. Viele Medien berichten, dass er heute von seinem Geld wegen Privatinsolvenz nicht viel behalten darf. So ganz, stimmt das aber nicht. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Nina Sonnenberg erzählt er, wie die Geschichte wirklich zu Ende gegangen ist und wie viel so eine Erpressung eigentlich kostet.


Reden ist Geld – Der Podcast mit Nina Sonnenberg

Über Geld spricht man nicht? Pah! In unserem Podcast „Reden ist Geld“ trifft sich Nina Sonnenberg mit bekannten Personen, um mit ihnen über das Thema zu sprechen, über das selten jemand öffentlich reden will. Hier hört ihr ganz persönliche Geschichten. Können wir nicht alle von mehr Offenheit beim Thema Geld profitieren?

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