Regionale Biolebensmittel? Gibt es hier nicht.

07.05.2013

Bio-Lebensmittel sind bei bei den Deutschen sehr beliebt. So beliebt, dass die deutsche ökologische Landwirtschaft die Nachfrage nicht mehr bedienen kann. Viele Bioprodukte werden deshalb importiert. Einige Beobachter fordern, dass sich das ändern muss.

ist Professor an der Universität Bonn.Ulrich Köpkeist Professor an der Universität Bonn. 

Ökologisch angebautes Essen ist gesund und lecker. Bei vielen Deutschen kommen daher zunehmend Biolebensmittel auf den Tisch. Doch diese kommen nur selten tatsächlich aus Deutschland. Sie werden importiert. Das ist notwendig, denn der Ökolandbau hierzulande kann die Nachfrage gar nicht bedienen.

Nutzfläche und Nachfrage sind da

Eigentlich ist nach Ansicht vieler Experten genug Acker für den Bio-Anbau verfügbar. Und die Deutschen geben jährlich rund sieben Milliarden Euro für Obst, Gemüse und andere Lebensmittel aus ökologischem Anbau aus. Woran liegt es also, dass das so viel importiert werden muss?

Mit dieser Frage hat sich die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in einer Studie beschäftigt. Ulrich Köpke, Herausgeber und Autor der Studie, hat uns erklärt, warum so viele Biolebensmittel importiert werden.

Wenn wir aus fremden Ländern importieren, dann exportieren wir gleichzeitig Umweltleistung. – Ulrich Köpke, Universität Bonn