RWE – Statt voRWEggehen, RückWärtswEnden

04.03.2014

RWE hat für 2013 knapp 2,8 Milliarden Euro Verlust verbucht. Damit schreibt der Energiekonzern in seiner 60-jährigen Geschichte zum ersten Mal rote Zahlen. Das stellt nicht nur RWE, sondern auch seine Aktionäre vor ein Problem.

Wie lange können sich Konzerne noch gegen die Energiewende stemmen?! Foto: tiegeluf/flickr.com  Lizenz: CC BY 2.0

Das die Energiewende für RWE so überraschend kommt, lässt sich nur schwer nachvollziehen. Allerdings ist es in den 60 Jahren Unternehmensgeschichte nun erstmals soweit, dass der Energiekonzern RWE zum ersten Mal rote Zahlen schreibt.

Dipl. Volkswirt am Rheinisch-Westfälischen Institut für WirtschaftsforschungHermann RappenDipl. Volkswirt am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung 

Die Unbelehrbaren

Das Problem ist hausgemacht: RWE muss Milliarden abschreiben, weil sich Energie aus Braunkohle und Gas immer schlechter verkauft. Trotzdem scheint RWE auch weiterhin auf Braunkohle zu setzten: das Großprojekt BoAPlus ist bereits in Planung. Ein Kraftwerk, das der zweitgrößte CO2-Emittent Deutschlands werden könnte.

Insbesondere versucht ja RWE politischen Druck in der Richtung auszuüben, dass es für die Prämierung einer sogenannten Kraftwerksreserve oder Kapazitätsvorhaltung plädiert. – Hermann Rappen

Welche anderen Überlegungen RWE noch anstellt und wie sehr die RWE-Abschreibungen den Aktionären auf die Füße fallen könnten, hat Hermann Rappen im Interview berichtet.