Studie des Friedensforschungs-Instituts: Internationaler Waffenhandel boomt

19.03.2012

Neue Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI belegen: der internationale Waffenhandel floriert. In den letzten fünf Jahren ist der Handel mit Panzern und Raketen um ein Viertel gestiegen. Und Deutschland exportiert fleißig mit.

200 Leopard 2 Panzer will Deutschland noch an Saudi-Arabien verkaufen. Foto: © Lennart Preiss/dapd

Senior Fellow with the SIPRI Arms Transfers Programme.Siemon WezemanSenior Fellow with the SIPRI Arms Transfers Programme. 

Laut Internationalem Friedensforschungsinstitut in Stockholm (SIPRI) sind die Waffenexporte zwischen 2007-2011 im Vergleich zu 2002-2006 um 24% gestiegen. Spitzenreiter unter den Waffenexporteuren sind weiterhin die USA, Russland und Deutschland auf dem dritten Platz. Bei den Importeuren führen Indien, Pakistan und Südkorea die Liste an.

Laut den Zahlen exportierte Deutschland in den Jahren vorallem in die EU, nach Südkorea und Südafrika. Hauptabnehmer für militärische Waffen in Europa ist Griechenland.

Worin die Gründe für diesen weltweiten Bedarf an Kriegsmaterial zu Friedenszeiten liegen und warum in Asien am stärksten aufrüstet wird, darüber haben wir mit Siemon Wezeman gesprochen. Er ist Waffenhandelsexperte am renommierten Stockholm International Peace Research Institute, kurz SIPRI.