Sky erhöht Gebühren für Sportbars – Pay-TV-Sender in Monopolstellung?

30.07.2013

Wer künftig in einer Sportsbar Übertragungen von Sky zeigen möchte, muss mehr zahlen. Denn der Pay-TV-Sender macht die Lizenzen für das eigene Angebot teurer – teilweise um mehr als 100 Prozent.

Kneipenwirte müssen für Sky-Übertragungen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen. Foto: © Louisa Gouliamaki/AFP

„Du willst es doch auch!“ – so lautet der Slogan von Sky. Damit bewirbt der Pay-TV-Sender unter anderem sein vielfältiges Sportangebot.

Eishockey, Golf, Tennis, Fußball-Bundesliga – all das gibt es exklusiv bei Sky. Das heißt, will ein Kunde eine dieser Sportarten live sehen, muss er sich ein Sky-Abo zulegen oder in eine Skybar gehen.

sieht in absehbarer Zukunft keine Konkurrenz zu Sky.Alexander Kreisieht in absehbarer Zukunft keine Konkurrenz zu Sky. 

In diesen Bars darf ein Wirt Sky seinen Gästen zeigen, solange er für die Lizenz bezahlt.

100 Prozent mehr Gebühren – „Nicht bezahlbar“

Doch genau diese Lizenz soll jetzt teurer werden – teilweise steigt der Preis um mehr als 100 Prozent. Mehrere Skybar-Besitzer haben deshalb bereits ihr Abo gekündigt. Der Geschäftsführer des Gaststättenverbandes DEHOGA Stephan Büttner hat die Preiserhöhung „nicht tragbar und nicht bezahlbar“ genannt.

Ob die Mehrkosten tatsächlich unangemessen sind und wie mächtig Sky in der Pay-TV-Branche momentan ist, das haben wir Alexander Krei gefragt. Er ist Redakteur beim Medienmagazin DWDL.de.

Ich kann diese Klagen natürlich verstehen, weil da oftmals Spitz auf Knopf gerechnet wird – und da muss man dann häufig ganz von vorne kalkulieren. – Alexander Krei, DWDL.de