Spätfolgen des eigenen Größenwahns – Schadenersatzforderungen im Fall Sachsen LB

23.12.2010

Nicht nur die bayerische Landesbank hat in den vergangenen Jahren für negative Schlagzeilen gesorgt. Den größten Finanzskandal in Ostdeutschland kann die ehemalige Sachsen LB für sich beanspruchen.

Früher Sachsen LB, heute Sachsen Bank. Foto: Jens Schlüter / dapd.

Korrespondentin der >Süddeutschen ZeitungChristiane Kohl.Korrespondentin der >Süddeutschen Zeitung< 

Die Krise der damaligen Sachsen LB im August 2007 war das erste deutsche Zeichen für das Platzen der Kreditblase. Riskante Spekulationen in Irland hatten die Bank zahlungsunfähig gemacht und das einstige Vorzeigeobjekt von Ministerpräsident Georg Milbradt an den Rand der Pleite getrieben.

In einer Nachtsitzung ist dann vor ziemlich genau drei Jahren die Landesbank an die baden-württembergische Landesbank verkauft worden. Bis heute hat das Land Sachsen bereits mehr als 73 Millionen Euro für finanzielle Ausfälle bezahlt. Nun will die Landesregierung ehemalige Manager der Landesbank zur Verantwortung ziehen und verlangt Schadenersatz.

Christiane Kohl berichtet für die Süddeutsche Zeitung über den Fall Sachsen LB und wir haben mit ihr über den Fall Sachsen LB gesprochen.