Städte und Kommunen verstaatlichen ihre Energieversorgung wieder

10.01.2011

Ob Leipzig, Hamburg, Dortmund oder Bochum: Immer mehr Kommunen übernehmen ihre Energieversorgung wieder selbst. Aber ganz ohne das Wissen der Energie-Konzerne geht das auch nicht.

Immer mehr Kommunen wollen ihre Energieversorgung stärker kontrollieren. Quelle: Henning Kaiser/dapd.

der ehemalige Bürgermeister von Monheim berät heute für die Kanzlei >Hogan Lovells< Kommunen.Thomas Dünchheimder ehemalige Bürgermeister von Monheim berät heute für die Kanzlei >Hogan Lovells< Kommunen. 

In Deutschland bauen immer mehr Städte ihren Einfluss auf die kommunale Versorgung mit Wasser, Strom und Gas wieder aus. Lange hieß es, private Energiekonzerne könnten die Bürger besser versorgen als der Staat. Heute jedoch entscheiden sich immer mehr Bürgermeister dafür, die städtische Energieversorgung wieder selbst zu kontrollieren. Diese Entwicklung wird als Rekommunalisierung bezeichnet.

Ob in Darmstadt, Leipzig oder Hamburg – überall in Deutschland wehren sich Kommunen und Bürger gegen die Privatisierung ihrer Energieversorgung. Aber lohnt sich das auch für die Städte? Sind Kommunen eventuell die besseren Unternehmenslenker? Können Sie ihre Bürger besser und effizienter mit Strom, Gas und Wasser versorgen als private Energiekonzerne?

Thomas Dünchheim hat Erfahrungen mit diesen Fragen. Er hat als Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Mohnheim das Gasnetz der Stadt rekommunalisiert. Heute arbeitet er bei der Anwaltskanzlei Hogan Lovells und berät Kommunen bei der Kontrolle und Planung ihrer Energieversorgung.

Hören Sie hier das Interview mit Thomas Dünchheim: