Steuergeschenke und Privatisierung – wie England mehr Geld bekommen will

21.03.2012

Englands Regierung senkt den Spitzensteuersatz, hebt den Steuerfreibetrag an und will das Fernstraßennetz privatisieren. Ist das die richtige Taktik, um die Wirtschaft anzukurbeln?

Hätte gern mehr Geld: Englands Premier David Cameron. Foto: © Michael Gottschalk / dapd

ist Journalist und England-Korrespondent, u.a. für »DIE ZEIT«.Jürgen Krönigist Journalist und England-Korrespondent, u.a. für »DIE ZEIT«. 

Englands Straßen sind marode, überall ist Stau und der Staat hat kein Geld, um sich selbst darum zu kümmern. So in etwa beschreibt der britische Premierminister David Cameron die Verkehrslage in seinem Land.

Abhilfe erhofft er sich jetzt von privatem Kapital, mit dem Autobahnen und Fernstraßen ausgebaut und verbessert werden sollen. Gegner der Privatisierungspläne befürchten allerdings, dass dadurch einfach nur mehr Kosten für die Autofahrer, z.B. durch Mautgebühren, entstehen.

Um die Wirtschaft zusätzlich anzukurbeln, hat die Regierung den Spitzensteuersatz von 50 auf 45 Prozent gesenkt und den Steuerfreibetrag angehoben.

Über die aktuellen Pläne der britischen Regierung sprechen wir mit Jürgen Krönig. Er arbeitet als Journalist in England, unter anderem als Korrespondent für die Wochenzeitung DIE ZEIT.