Studie zum Arbeitsmarkt: Mini-Jobs verdrängen reguläre Arbeitsplätze

11.12.2012

Vollzeitstellen werden vermehrt durch Minijobs ersetzt - das ergibt eine aktuelle Studie. Welche Auswirkungen das für den Arbeitsmarkt hat, erklärt ein Autor der Studie.

Mini-Jobs werden häufig in der Gastronomie und in Betrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern angeboten. Foto: © Theo Heimann/dapd

ist seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAB.Dr. Jens Stegmaierist seit 2006 wissenschaftlicher Mitarbeiter am IAB. 

Minijobs ersetzen vermehrt reguläre Arbeitsplätze – das ist das Ergebnis der Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Minijobs sollen Arbeitgebern helfen, schnell und kurzfristig Arbeitskräfte zu finden und diesen damit den Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis bieten.

Die Realität sieht oft anders aus: Die Studie des IAB zeigt, dass Minijobs kaum zu einer Vollbeschäftigung führen, sondern das Gegenteil eintritt: In manchen Branchen, vor allem im Dienstleistungssektor und kleineren Betrieben, ersetzen die Minijobs die regulären, sozialversicherungspflichtigen Jobs fast vollständig.

Mittlerweile gibt es mehr als sieben Millionen geringfügig Beschäftigte, sogenannte Minijobber, in Deutschland. Ab Januar 2013 steigt die Verdienstgrenze für Minijobber auf 450 Euro monatlich – Steuern und Sozialversicherungsbeiträge müssen bis zu dieser Entgeltgrenze nicht gezahlt werden.

Welche Auswirkungen Minijobs auf den Arbeitsmarkt haben, besprechen wir mit Jens Stegmaier, einem Autor der Studie.