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Trotz Wirtschaftskrise: Deutsche Exporte bleiben stark

Deutschlands Status als Exportnation scheint auch in der Euro- und Schuldenkrise nicht zu wanken. Bis zum Ende des Jahres sollen Einnahmen aus Exporten der BRD erstmals die Billionengrenze knacken. Doch wie abhängig macht sich das Land damit von der Weltwirtschaft?

Produkte „made in Germany“ sind trotz Schuldenkrise und Debatten um den Euro-Rettungsschirm weiterhin stark nachgefragt – auch im europäischen Ausland. 60 Prozent der deutschen Exporte gehen in den gesamten EU-Raum. Wie das Statistische Bundesamt am Montag meldete, erreichten die Exporte im August einen Wert von 85, 3 Milliarden Euro; bis zum Ende des Jahres solle sogar die Billionengrenze geknackt werden.

Simon Junker - Deutschlandexperte beim Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Deutschlandexperte beim Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).
Simon Junker

Deutschland hängt so stark von der Weltwirtschaft ab, wie noch nie: Die Exporte machen über die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts aus. Vor allem Waren aus der Elektroindustrie, Maschinen und Fahrzeuge sind im Ausland besonders gefragt. Selbst wenn die Nachfrage aus den Ländern im Euro-Raum nachlässt, ist nicht mit einem Einbruch zu rechnen:

„Deutschland hat sich sehr gut auf Wachstumsmärkten wie zum Beispiel China positioniert“

meint Simon Junker, Experte vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.

Ob es auch eine Kehrseite hinter den starken Exporten gibt und wie die Prognose für die Zukunft aussieht, erklärt Simon Junker im detektor.fm-Interview.