Ungerechtes Deutschland? | Gehälter im Westen hängen die im Osten ab

02.04.2014

25 Jahre ist die Wende nun her - und noch immer sind viele Bereiche in Ost und West nicht vergleichbar. Dazu gehören auch die Gehälter: wer gut verdienen will, ist im Westen besser aufgehoben.

Noch immer unterscheidet sich nach Bundesland, wie viel Geld man am Monatsende bekommt. Foto: Avij | Wikimedia

Die Wende liegt nun knapp 25 Jahre zurück – und dennoch hat „der Osten“ Deutschlands nach wie vor mit einigen Benachteiligungen gegenüber „dem Westen“ zu kämpfen. Sogar junge Leute, die selbst nie persönliche Erfahrungen mit der Spaltung in Deutschland gemacht haben, sehen sich in der Lage, Witze über Sachsen oder Thüringen zu machen. Dabei sind viele Vorurteile sicherlich nicht zum Lachen – und auch die noch immer bestehenden Gehaltsunterschiede sorgen bei den Arbeitnehmern im Osten für alles andere als Gelächter.

Lohn ist nicht gleich Lohn

Foto: Hans-Böckler-StiftungReinhard BispinckFoto: Hans-Böckler-Stiftung 

Denn auch 25 Jahre nach dem Mauerfall verdienen die Ostdeutschen deutlich weniger, als ihre Kollegen in den westlichen Bundesländern: im Schnitt hinken die Gehälter um 18 Prozent hinterher. Zumindest bei den Arbeitnehmern, die nicht nach einem Tarifvertrag beschäftigt sind. Aber selbst dort gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede in der Bezahlung.

Wir haben darüber mit dem Tarifexperten Reinhard Bispinck von der Hans-Böckler-Stiftung gesprochen. Er kann erklären, woran diese Benachteiligung liegt und ob der Mindestlohn helfen kann, die Problematik zu beheben.