Unruhen in Nordafrika: Droht eine neue Ölkrise?

23.02.2011

Ein wahrer Dominoeffekt hat sich mittlerweile in Nordafrika eingestellt. Tunesien und Ägypten als Vorbild gehen nun auch die Menschen in Bahrain und Libyen auf die Straße. Doch wie wirkt sich diese Revolutionswelle auf den internationalen Ölmarkt aus?

Aufgrund der umgreifenden Unruhen in Nordafrika befürchtet nun einige Experten eine neue Ölkrise. © David Hecker (ddp)

ist seit 2007 Leiter des Forschungsbereichs >Konjunktur und Befragungen< am Institut für Wirtschaftsforschung und Professor für Volkswirtschaftslehre. © ifo Institut/ BonitzKai Carstensenist seit 2007 Leiter des Forschungsbereichs >Konjunktur und Befragungen< am Institut für Wirtschaftsforschung und Professor für Volkswirtschaftslehre. © ifo Institut/ Bonitz 

Nach den erfolgreichen Protesten und Demonstrationen in Tunesien und Ägypten ist die Welle des Volkszorns nun auch nach Libyen und Bahrain geschwappt. Im Gegensatz zu Ägypten ist Libyen aber einer der größten Ölproduzenten der Welt und bei einem Umsturz des politischen Systems könnte es zu Schwierigkeiten bei der Ölproduktion kommen.

Experten warnen deswegen nun vor einem Lieferengpass für Öl und den damit verbundenen höheren Preisen. Erst Anfang dieser Woche hat der Preis für einen Barrel Öl den höchsten Wert seit über zwei Jahren erreicht und schürt so die Angst einer erneuten Ölkrise.

Ob die Angst vor der Krise gerechtfertigt ist und wie sich höhere Ölpreise auf die Weltwirtschaft auswirken könnten, besprechen wir mit Kai Carstensen, Konjunkturforscher am Institut für Wirtschaftsforschung.