USA in der Schuldenkrise: Was riskiert der US-Kongress?

12.07.2011

Auf 14,3 Billionen (14.300.000.000.000) US-Dollar darf der staatliche Schuldenberg der USA maximal anwachsen. Diese Schuldengrenze wird voraussichtlich am 2. August 2011 überschritten. Doch was passiert dann?

Auf der Suche nach einem Kompromiss im Kongress: US-Präsident Barack Obama (©  Foto: Pete Souza / wikimedia)

Theoretisch müsste die US-Regierung ihre Zahlungen am 2. August einstellen. Praktisch hoffen jedoch alle, dass sich Republikaner und Demokraten noch auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze einigen. Noch knapp drei Wochen hat der Kongress dazu Zeit. Künftig soll ein straffes Sparprogramm die Schulden minimieren. US-Präsident Barack Obama ist dafür inzwischen auch bereit, bei der staatlichen Sozialversicherung zu kürzen.

Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Mit-Herausgeber des Jahrbuchs >Internationale PolitikDr. Josef BramlMitglied der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik und Mit-Herausgeber des Jahrbuchs >Internationale Politik<.  

In 15 bis 20 Jahren droht nach Ansicht einiger Experten den USA der Staatsbankrott, im Vergleich zu Griechenland scheint die Krise also noch weit entfernt. Aber die Dimensionen sind in den USA um ein Vielfaches größer, sagt USA-Kenner Josef Braml:

Nicht mal drei, vier europäische Staaten zusammen könnten die katastrophale Lage im Einzelstaat Kalifornien aufwiegen. Perspektivisch sind die Probleme sehr viel größer.

Warum konnten sich Republikaner und Demokraten bislang nicht einigen? Und wie sinnvoll sind Kürzungen im Haushalt? Das haben wir den Politikwissenschaftler Josef Braml gefragt.