Verschüttet unter Tage: Wie fühlt sich das an?

31.08.2010

Nach dem Grubenunglück in Chile werden die verschütteten Bergmänner dort drei Monate auf Rettung warten müssen. Gerhard Hanusch hat das erlebt: er war in 1963 Lengede verschüttet.

In Chile sind nach einem Grubenunglück 33 Bergleute seit mittlerweile einem Monat verschüttet – und werden es auch mindestens noch zwei Monate bleiben. Denn so lang werden die Rettungsbohrungen dauern. Und es gibt wohl wenige Menschen auf der Welt, die so gut nachempfinden können, was in diesen Menschen vor sich geht, wie Gerhard Hanusch. Er ist einer der Bergleute, die 1963 im Bergwerk Lengede verschüttet worden. Wie bewahrt man die Ruhe in der Dunkelheit unter Tage? Wie fühlt es sich an, wieder Licht zu sehen? Und wie ist es, die Familie zu sprechen während man eingeschlossen ist? Wir haben darüber mit Gerhard Hanusch gesprochen.

Bundespräsident Christian Wulff, damals noch Ministerpräsident in Niedersachsen, im Buergerhaus in Lengende zusammen mit den damals Eingeschlossenen Emil Pohlai, Gerhard Hanusch, Dieter Richey, Johannes Sitter, Helmut Webranitz, Siegfried Ebeling, Adolf Herbst und dem Schauspieler Heino Ferch vor einer »Dahlbuschbombe«, einem Rettungsgeraet mit dem die Ueberlebenden des Grubenungluecks von Lengende im November 1963 gerettet wurden. / © Jochen Luebke (ddp)Die Überlebenden von LengedeBundespräsident Christian Wulff, damals noch Ministerpräsident in Niedersachsen, im Buergerhaus in Lengende zusammen mit den damals Eingeschlossenen Emil Pohlai, Gerhard Hanusch, Dieter Richey, Johannes Sitter, Helmut Webranitz, Siegfried Ebeling, Adolf Herbst und dem Schauspieler Heino Ferch vor einer »Dahlbuschbombe«, einem Rettungsgeraet mit dem die Ueberlebenden des Grubenungluecks von Lengende im November 1963 gerettet wurden. / © Jochen Luebke (ddp)