Vor zwanzig Jahren: was schief ging, als die D-Mark kam

26.10.2010

Die Wiedervereinigung brachte viele Veränderungen, manche über Nacht: so auch eine neue Währung. Doch nicht alles ging glatt bei der Währungsunion...

Kam in Bausteinen, aber dann doch recht schnell: die Wiedervereinigung - und mit ihr auch die D-Mark. / © Sebastian Willnow (ddp)

Wirtschaftswissenschaftler und bis Oktober 2009 Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft.Prof. Rudolf HickelWirtschaftswissenschaftler und bis Oktober 2009 Direktor des Instituts Arbeit und Wirtschaft. 

In diesem Herbst wird kräftig gefeiert. Zwanzig Jahre Wiedervereinigung – im Oktober und November ist das immer wieder Grund zur Freude. Doch bei aller Euphorie, es ist auch das ein oder andere nicht ganz so glatt gegangen. Ohne dass man den Erfolg der Wiedervereinigung schmälern wollte: die Fragen müssen erlaubt sein. Und wir wollen sie in den kommenden Tagen immer mal wieder einstreuen in unser Programm. Heute beginnen wir mit der Währungsunion: also der Einführung der D-Mark in den neuen Bundesländern.

Jemand, der sich ausführlich damit befasst hat, ist der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel: über Probleme, Sorgen und Fehleinschätzungen im Zuge der Währungsunion haben wir mit ihm gesprochen.

Das war eine Entscheidung aus dem Bauch. Nachträglich sagen wir, die Währungsunion war eine Katastrophe – aber das war politisch gewollt. (Rudolf Hickel)