Währungskrisen in Schwellenländern – wer ist dafür verantwortlich?

10.02.2014

In Argentinien herrscht wieder massive Inflation. Doch nicht nur dort. Auch in anderen Schwellenländern wie der Türkei und Brasilien sinkt der Wert der Währung. Sind die Probleme hausgemacht oder sind die Industriestaaten dafür verantwortlich?

Alles nur Papier und doch nichts wert. Foto: Luciano Belviso Flickr Lizenz: CC BY 2.0

Dr. Barbara Fritzmeint, dass viele Währungsprobleme der Schwellenländer durch die Geldpolitik der Industriestaaten mitverursacht werden. 

Arbolito heißt auf spanisch Bäumchen. In Argentinien heißen so aber auch die Leute, die auf der Straße Schwarzgeld wechseln. Zur Zeit stehen diese Arbolitos in Buenos Aires an jeder Ecke. Denn in Argentinien ist die Inflationsrate erneut angestiegen. Nach der Militärdiktatur in den Achtzigern und frühen Neunzigern gab es dort eine Hyperinflation, darauf folgte 2003 der Staatsbankrott. Nun steckt das Land in einer neuen Währungskrise -die Inflation liegt zur Zeit bei 25 Prozent.

Das ständige Auf und Ab mit dem Wert ihrer Währungen erleben viele Schwellenländer  – so auch Brasilien und die Türkei. Das Preisniveau hierzulande bleibt hingegen durchgehend weitestgehend stabil.

Aber wen kann man für diese Kapitalschwankungen in den Schwellenländern eigentlich verantwortlich machen? Das haben wir Barbara Fritz gefragt. Sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Freien Universtität Berlin.

Eigentlich bräuchten wir neue und bessere globale Regeln, um diese Art von Schwankungen zu reduzieren. – Barbara Fritz

 

Und täglich grüßt… der arbolito. „Arbolito“ heißt auf spanisch eigentlich Bäumchen. In Argentinien heißen so aber auch die Leute, die auf der Straße schwarz Geld wechseln. Zur Zeit stehen sie an jeder Ecke in Buenos Aires.

Denn in Argentinien ist die Inflation mal wieder massiv angestiegen. Es ist ein ständiges Bergauf und Bergab mit dem Geldwert, das viele Schwellenländer mit ihren Währungen erleben – so auch Brasilien oder die Türkei.

 

Das Preisniveau hierzulande hingegen bleibt durchgehend stabil.

 

Aber wen kann man für die Schwankungen in den Schwellenländern eigentlich verantwortlich machen? Das haben wir Barbara Fritz gefragt. Sie ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin.