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Was wichtig wird | 380.000 VW-Autos verschwunden

Die Skandal-Folgen von Volkswagen

Aufgrund des Diesel-Skandals musste VW in Amerika über 300.000 Autos zurückkaufen und anschließend auf riesigen Parkplätzen mitten in der Wüste lagern. Neue Satellitenbilder zeigen nun, dass diese Plätze leer sind. Was mit den Fahrzeugen passiert ist, erklärt Thomas Stölzel von der WirtschaftsWoche.

Friedhöfe für Diesel-Autos in der Wüste

Auf 37 riesigen Plätzen hat Volkswagen in Amerika hunderttausende Fahrzeuge gelagert, die der Auto-Konzern aufgrund des Diesel-Skandals wieder von den Kunden zurückkaufen musste. Aktuelle Bilder von Satelliten zeigen jedoch, dass die Plätze mitten in der Wüste auf einmal überraschend leer sind. Thomas Stölzel von der WirtschaftsWoche ist dem Verschwinden der Autos nachgegangen. Er hat herausgefunden, dass über 100.000 Fahrzeuge von VW verschrottet und 260.000 Fahrzeuge erneut verkauft wurden. Trotzdem stehen noch immer über 100.000 der Schummel-Autos an den Lagerorten herum. Bis Mitte 2020 will VW demnach die restlichen Autos weiterhin entsorgt oder mithilfe von Auktionen an Autohäuser vermittelt haben. Diese müssen jedoch teils umgerüstet werden.

Strafen, Erhaltungskosten und Wiedergutmachungen

Der Betrug um die Diesel-Abgaswerte kostet Volkswagen nicht nur seinen Ruf, sondern mittlerweile über 30 Milliarden Euro. Diese setzen sich aus Zahlungen zur Wiedergutmachung, dem Rückkauf von – allein in Amerika – über 380.000 Fahrzeugen, Strafen und zu bezahlenden Gerichtsprozessen zusammen. Auch der Erhalt dieser gigantischen Auto-Stellplätze muss finanziert werden. Laut Stölzel mussten die Flächen durchweg überwacht und kontrolliert werden. Hinzu kommt, dass die Autos in wöchentlichen Abständen gefahren und gewaschen wurden. Insgesamt hat kein Rückkaufprogramm auf der gesamten Welt so viel Geld gekostet wie das von Volkswagen.

Thomas Stölzel - ist Redakteur der WirtschaftsWoche.

ist Redakteur der WirtschaftsWoche.WirtschafsWoche
Der Skandal von VW ist leider kein Einzelfall. Ich denke, es braucht strengere und bessere Zulassungsbehörden, die die Dinge besser durchdringen.Thomas Stölzel

Ob es trotz der Kontrollen auch Diebstähle der abgestellten Wagen gab und warum nicht alle Wagen überarbeitet und weiterverkauft werden konnten, erklärt Thomas Stölzel von der WirtschaftsWoche im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Finný Anton.


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